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Knights bitten zum Aufsteiger-Duell

24.01.2009 Es läuft bei den Knights noch nicht alles nach Plan im neuen Jahr: Dem Sieg in München stehen zwei, wenn auch äußert knappe, Niederlagen gegenüber. Wollen die Kirchheimer ihren Ruf als Furore-Neuling der Pro A wahren, zählt gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen am Sonntag (17 Uhr) nur ein Sieg.

Es läuft bei den Knights noch nicht alles nach Plan im neuen Jahr: Dem Sieg in München stehen zwei, wenn auch äußert knappe, Niederlagen gegenüber. Wollen die Kirchheimer ihren Ruf als Furore-Neuling der Pro A wahren, zählt gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen am Sonntag (17 Uhr) nur ein Sieg.

MORITZ HÖNIG
„Gegen Bayreuth und in Jena haben wir die Siege leichtfertig verschenkt“, so Knights-Coach Frenkie Ignjatovic rückblickend, „eigentlich müssten wir vier Punkte mehr auf dem Konto haben.“ Dann stünden die Ritter dem breiten Mittelfeld enteilt auf Platz vier. Stattdessen sind die Knights (nur noch) Sechster. Doch anstatt zu lamentieren und das nötige Quäntchen Glück zu beschwören, nimmt Ignjatovic die Spieler in die Pflicht: „Wir haben uns die Niederlagen selbst zuzuschreiben, haben bekannte Fehler gemacht und wollen aus dieser Situation lernen.“ Heißt: Gegen Essen muss das Team abgeklärter vorgehen, Ignjatovic verlangt 40 Minuten höchste Konzentration.

Im Hinspiel zeigten die Kirchheimer ihre bislang vermeintlich schlechteste Saisonleistung, verloren alle Viertel und hatten beim klaren 90:73-Erfolg der Essener keinerlei Siegchance. Und auch das letzte Heimspiel gegen die Ruhrpottler aus der Saison 07/08 ist vielen Kirchheimern noch in schlechter Erinnerung: Damals gelang Essen im Pro B-Topspiel mit der Schlusssirene ein 75:74-Erfolg - ein Einspruch der Kirchheimer aufgrund des Einsatzes von sechs Spielern in den Schlusssekunden wurde später abgewiesen. Dank dreier Siege in den letzten drei Spielen schafften die Knights dennoch den Aufstieg, und folgten Essen in die Pro A.
Nach holprigem Start - außer dem Sieg gegen Kirchheim hagelte es in den ersten sieben Spielen ausschließlich Niederlagen - hat sich auch Essen inzwischen in der neuen Liga etabliert und ist derzeit gut in Form: Mit Siegen gegen Schalke und Bremen exzellent ins neue Jahr gestartet, mussten sich die Baskets beim Nachholspiel am Mittwoch in Langen erst in der Verlängerung geschlagen geben und rangieren aktuell auf Tabellenplatz zwölf.
Immerhin noch acht Aufsteiger aus dem letztjährigen Kader sowie vier Neuverpflichtungen bilden die Mannschaft von Coach und Meistermacher Igor Krizanovic, der sich an seinem ausgeglichenen und vor allem noch jungen Kader erfreut: Mit seinen 28 Jahren ist Marko Radulovic bereits der Routinier im Team. Topscorer in Reihen der ETB Wohnbau Baskets ist Shooting Guard Brandon Lincoln (14,6 Punkten pro Spiel), der durch seine Konstanz - er punktete bislang in jedem Spiel zweistellig - für die Baskets unverzichtbar ist. Power Forward Richmond Pittman (14,2 PpS) und Point Guard Tayron Thomas (13,5 PpS) stellen ebenso wie Sebastian Schröter (10,2 PpS) und Ethan Shaw (9,5 PpS, 8,1 Rebounds pro Spiel) weitere Säulen im Essener Spiel dar. Zu Jahresbeginn wurde zudem noch Adrick Hills verpflichtet, der vor Saisonstart auch von den Knights getestet wurde, schlussendlich allerdings keinen Vertrag bekam.
Unabhängig vom Gegner fordert Kirchheims Coach Frenkie Ignjatovic am Sonntag zwei Punkte. Dass am Ende der Saison, wie am Wochenende von den Verantwortlichen der ersten und zweiten Liga beschlossen, eventuell die sportliche Platzierung für die Lizenzvergabe entscheidend sein kann, interessiert Ignjatovic derweil herzlich wenig: „Ich verschwende keinen Gedanken an die Qualifikation. Wenn wir gewinnen, kommt alles andere von allein." Volle Fokussierung auf das Spiel gegen Essen. Das bläut Ignjatovic auch seinen Spielern ein. Gelingt dies, stehen die Chancen auf ein Erfolgserlebnis gut.

Ein besonderes Highlight erwartet die Zuschauer am Sonntag in der Halbzeitpause: Beim sogenannten „Riesen-Bump“ treten die U10- und U12-Spieler des VfL Kirchheim gegeneinander an, um die 20 Besten unter ihnen auszumachen. Diese dürfen dann beim BBL-Spiel zwischen Kooperationspartner EnBW Ludwigsburg und den Brose Baskets aus Bamberg am 8. Februar in der Porschearena in einer Halbzeitaktion der NBA (Nachwuchsbasketball-Akademie)ihr Können unter Beweis stellen.
Eintrittskarten für das sicherlich brisante Duell sind wie gehabt bei den bekannten Vorverkaufsstellen Auto Schmauder, Modehaus Bantlin, Möbel König und Intersport Räpple sowie an der Abendkasse erhältlich.