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Rückkehr an alte Wirkungsstätte

30.01.2009 Wenn am kommenden Samstag um 19:30 Uhr die Partie der Knights gegen den TV Langen angepfiffen wird, so ist dies keine normale Basketballbegegnung. Es ist vielmehr ein Wiedersehen von Freunden und das Aufeinandertreffen zweier Teams, die versuchen, den Spagat zwischen Nachwuchsförderung und Spitzensport erfolgreich zu meistern.

Wenn am kommenden Samstag um 19:30 Uhr die Partie der Knights gegen den TV Langen angepfiffen wird, so ist dies keine normale Basketballbegegnung. Es ist vielmehr ein Wiedersehen von Freunden und das Aufeinandertreffen zweier Teams, die versuchen, den Spagat zwischen Nachwuchsförderung und Spitzensport erfolgreich zu meistern.

„Ich werde aufpassen müssen, dass ich am Samstagabend nicht zur falschen Bank laufe.“ In diesem Satz spiegelt sich die ganze Verbundenheit Ignjatovics mit seinem ehemaligen Arbeitgeber wieder. „Es waren drei tolle Jahre in Langen und ich freue mich auf das Wiedersehen mit vielen Freunden“, spricht Ignjatovic die emotionale Seite des Spiels seiner Knights gegen die Giraffen aus Langen an. Den Sieg möchte der 41-jährige Serbe aber am liebsten mit nach Kirchheim nehmen.

Dass die Hessen das Hinspiel in Kirchheim im vergangenen Oktober mit 81:91 gewinnen konnten, wurmte den Knights-Coach schon sehr, zumal es damals die dritte Niederlage in Folge war und die Ritter zu Saisonanfang in eine kleine Krise gestürzt hat. Diese schwere Zeit hat der schwäbische Aufsteiger mittlerweile hinter sich gelassen, ein Selbstläufer wird die Partie in Langen aber sicher nicht werden. Die Mannschaft um ihre Vorzeigespieler Robin Benzing und Kyle Jeffers harmoniert in diesem Jahr besonders gut, zumal sich das Team von Fabian Villmeter mit 14 erzielten Punkten deutlich von der Abstiegszone abgesetzt hat und so frei aufspielen kann.

Beim Hinspiel hatten die Kirchheimer Spieler vor allem mit Kyle Jeffers so ihre Probleme. Während der Gastgeber damals noch auf den großen Positionen geschwächt war, avancierte der US-Center mit 24 Punkten zum Topscorer und deklassierte mit insgesamt 17 Rebounds die Kirchheimer Brettspieler. Dank dieser Bilanz wird Frenkie Ignjatovic nicht viele Worte verlieren müssen - seine „Langen“ sind ohnehin motiviert genug, die Vorherrschaft unter dem Korb zu erringen. Langens Topscorer Robin Benzing (17,3 PpS) stellt die Kirchheimer Defense vor eine besondere Aufgabe: für einen Flügelspieler mit 2,06 m besonders groß gewachsen, nutzt er diesen Größenvorteil oftmals optimal aus. So wird es darauf ankommen, Benzing „auf die Füße“ zu treten und ihm möglichst wenig Freiraum zu geben. Beim Hinspiel in Kirchheim noch nicht dabei war Brandon Chappell: der 25-jährige Ex-Bayreuther stieß erst im 8. Spiel zu den Giraffen. Er überzeugte bisher mit 12,7 Punkten pro Spiel und versenkte alleine beim letzten Spiel gegen seinen früheren Verein sieben Dreipunktewürfe. Alles in allem kann Fabian Villmeter auf ein talentiertes junges Team vertrauen, das mit den beiden US-Amerikanern Chappell und Jeffers genau auf den richtigen Positionen verstärkt wurde.

Wie werden sich die Knights auf Langen einstellen? „Erstmals müssen wir am Samstag komplett spielen können“, orakelt der Coach. In Kirchheim grassiert derzeit die Erkältungswelle und daher lässt sich Ignjatovic auf keine Spekulationen ein: „Ich werde mich am Samstag überraschen lassen, ob mein Team vollständig ist.“ Mit zehn Siegen im Rücken kann die Mannschaft aber dennoch optimistisch nach vorne schauen. Cliff Crawford nimmt seine wichtige Aufgabe als Leader immer besser an und ist ein wichtiger Rückhalt seiner Mannschaft. Da Adam Baumann aufgrund seiner guten Leistungen nun im Fokus der gegnerischen Defense steht, sind seine Teamkollegen mehr denn je gefordert. Vor allem Phillipp Heyden füllt diese Lücke zur vollsten Zufriedenheit seines Trainers aus: „Phillipps Entwicklung zeigt derzeit absolut nach oben. Er setzt sich in der Offensive gegen jeden Gegner gut durch und rackert in der Defense. Er profitiert genauso wie Ziyed hundertprozentig von der Kooperation.“

So wird es einmal mehr darauf ankommen, dass die Ritter gut in das Spiel finden und sich nicht auf das Spiel des Gegners einlassen. „Wir müssen unseren Rhythmus finden und auch öfters aus unserer Reboundüberlegenheit heraus einfache Punkte erzielen“, fordert daher der Trainer. Auf Fanunterstützung können die Kirchheimer Korbjäger auf alle Fälle zählen. Um 14:00 Uhr fährt der Bus gemeinsam mit Fans und Spielern an der Sporthalle Stadtmitte ab. Sprungball ist um 19:30 Uhr in der Georg-Sehring-Halle in Langen.