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Bremens Rumpftruppe fordert Knights - Coach Ignjatovic vor Vertragsverl?ngerung

02.04.2009 Seit vier Spielen warten die Pro A-Basketballer der Kirchheim Knights auf einem Sieg in der Fremde. Um dieser Serie beim Gastspiel am Sonntag (16.30 Uhr) in Bremen ein Ende zu setzen macht sich das Team um Coach Frenkie Ignjatovic, der den Knights allem Anschein nach auch in der kommenden Saison erhalten bleiben wird, bereits am Samstag auf in Richtung hohen Norden.

Seit vier Spielen warten die Pro A-Basketballer der Kirchheim Knights auf einem Sieg in der Fremde. Um dieser Serie beim Gastspiel am Sonntag (16.30 Uhr) in Bremen ein Ende zu setzen macht sich das Team um Coach Frenkie Ignjatovic, der den Knights allem Anschein nach auch in der kommenden Saison erhalten bleiben wird, bereits am Samstag auf in Richtung hohen Norden.

Wenn der Frühling vor der Tür steht neigt sich die Basketballsaison gewöhnlich schon wieder dem Ende entgegen: Ganze vier Spiele stehen für die Kirchheim Knights im April noch auf dem Programm. Kein Wunder also, dass im Hintergrund die Planungen für die neue Spielrunde schon wieder auf Hochtouren laufen. Doch bevor Gespräche mit den Spielern stattfinden, soll der Trainer seinen neuen Vertrag unterzeichnen. Beim Arbeitsessen am Mittwoch wurde die vergangene, überaus erfolgreiche Zusammenarbeit analysiert und die neue geplant. „In den nächsten zwei Wochen geht die Sache über die Bühne“, gibt sich Geschäftsführer Siegfried Meissner zuversichtlich und verkündet: „Frenkie will bleiben.“ Zwar merkt Ignjatovic an, dass „im Basketballgeschäft nahezu alles möglich ist“, die Vertragsunterzeichnung scheint aber nur noch reine Formsache zu sein.
So gilt die volle Konzentration nun erst mal der nächsten Auswärtsfahrt. Nachdem die Kirchheimer vergangene Woche in Chemnitz im letzten Viertel noch den Sieg herschenkten und die vierte Niederlage auf fremdem Parkett in Serie kassierten, soll gegen die Bremen Roosters endlich wieder ein Erfolg verbucht werden. Dabei zählt Ignjatovic nicht nur auf den wiedererstarkten Ziyed Chennoufi, sondern vor allem auch auf den zuletzt mit seiner Form kämpfenden Adam Baumann und Clifford Crawford, dessen Ausscheiden nach seinem fünften Foul die Wende im Chemnitz-Spiel einleitete. „In den ausstehenden vier Spielen werden sie sich gut schlagen“, prophezeit Ignjatovic, der Beide unter der Woche zum Gespräch bat. Nur locker trainierte diese Tage Radi Tomasevic, der sich vergangenes Wochenende eine leichte Zerrung in der Wade zuzog, in Bremen wohl mit von der Partie sein wird. Ignjatovic: „Radi wird die Zähne zusammenbeißen.“
Mit den Bremen Roosters wartet am Sonntag ein Team aus dem Tabellenmittelfeld auf die Kirchheimer. Die Nordlichter, die im Sommer Ex-Knights-Coach Pat Elzie als neuen Manager verpflichteten und eigentlich in den oberen Tabellengefilden mitmischen wollten, haben bislang eine turbulente Saison hinter sich. Der Saisonstart verlief alles andere als nach Wunsch - das 75:83 im Hinspiel war bis dato die bereits sechste Niederlage im zwölften Spiel und das jähe Ende für Pat Elzie, der daraufhin seinen Hut nehmen musste. Mit Josh Mueller, der sich lieber Aufstiegsaspirant Phoenix Hagen anschloss anstatt mit den Bremern im grauen Pro A-Mittelmaß zu versinken, sowie Jeremy Weedle und Christopher Thompson verließen zudem drei absolute Leistungsträger im Laufe der Saison das Team. Und dennoch: „Bremen verfügt über einige starke zweitligaerfahrene Spieler“, so Ignjatovic, der die Roosters nicht auf die leichte Schulter nimmt. Zurecht, läuft das Team von Trainer Nenad Josipovic doch vor allem in eigener Halle immer wieder zu starker Form auf und hat zuletzt mit Siegen gegen den BBC Bayreuth und den FC Bayern München auf sich aufmerksam gemacht.
Zu verdanken haben die Roosters die jüngsten Erfolge vor allem US-Amerikaner Scott Freymond, der mit 12,9 Punkten pro Spiel Topscorer in Reihen der Bremer ist und sein Glück gerne von jenseits der Drei-Punkte-Linie sucht. Mit dem kanadischen Center Jordan Sabourin, der sich mit seinen 2,12m durchschnittlich acht Rebounds pro Spiel angelt, und Jens Hakanowitz, dänischer Power Forward, der seit dem Abgang von Thompson mehr Spielzeit bekommt, förmlich aufgeblüht ist und in den letzten drei Partien einen Punkteschnitt von 18,7 erzielte, hat Freymond zwei starke „Big Men“ an seiner Seite. „Die Bremer Mannschaft ist seit den Abgängen stärker zusammen gerückt und hat nichts zu verlieren“, weiß Frenkie Ignjatovic um die Stärke des Gegners und erwartet eine spannende Partie auf Augenhöhe.
Nichtsdestotrotz wollen die Knights in Bremen den nächsten Sieg einfahren. Die Abfahrt ins 664 Kilometer entfernte Bremen ist daher schon auf Samstag geplant, um tags darauf ausgeruht ins Spiel gehen zu können. „Wir machen nicht den Fehler und glauben, nach sechs Stunden Fahrt in die Halle kommen und Bremen zu schlagen zu können“, so Ignjatovic, der die Saison keinesfalls ausklingen lassen möchte - immerhin gilt es Tabellenplatz fünf zu verteidigen.