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Knights centerlos erfolgreich in Bremen - Tom Klemm und Ziyed Chennoufi als Sieggaranten – Heyden verletzt ins Krankenhaus

06.04.2009 Über weite Strecken ohne Center aufspielend gewannen die Kirchheimer Basketballer mit 84:76 in Bremen und festigen Tabellenplatz fünf. Bis zum Schlussviertel stand das Knights-Gastspiel bei den Roosters auf des Messers Schneide, ehe ein 10:0-Lauf den siebten Auswärtssieg der aktuellen Pro A-Saison sicherte.

Über weite Strecken ohne Center aufspielend gewannen die Kirchheimer Basketballer mit 84:76 in Bremen und festigen Tabellenplatz fünf. Bis zum Schlussviertel stand das Knights-Gastspiel bei den Roosters auf des Messers Schneide, ehe ein 10:0-Lauf den siebten Auswärtssieg der aktuellen Pro A-Saison sicherte.

„Es war das erwartet schwere und intensive Spiel für uns“, resümierte Knights-Coach Frenkie Ignjatovic nach dem 84:76-Erfolg bei den Bremen Roosters, die sich über lange Strecken als ebenbürtiger Gegner erwiesen und erst im Schlussviertel distanziert wurden. Dass die Kirchheimer vor der wohl schlechtesten Kulisse der Pro A (Ignjatovic zählte 50 Zuschauer) am Ende das Parkett als Sieger verließen und den ersten Sieg nach vier Auswärtspleiten in Folge feierten, stimmte den Trainer vor allem in Anbetracht des unglücklichen Spielverlaufs positiv.

Die Partie begann mit einer schlimmen Szene: Der im Laufe der vergangenen Woche noch zum wiederholten Male zum besten Youngster der Liga gekürte Center Phillipp Heyden bekam beim Kampf um einen Rebound so unglücklich den Ellenbogen seines Gegenspielers ins Gesicht, dass er eine klaffende Wunde am Kinn davontrug. Heyden wurde daraufhin umgehend ins nächstliegende Krankenhaus gebracht, wo er mit drei Stichen genäht wurde. Dennoch Glück im Unglück: Der ersten Diagnose nach ist nichts gebrochen.

Ohne Heyden spielten die Ritter ein wenig berauschendes erstes Viertel. Zwischenzeitlich schon mit sechs Punkten im Hintertreffen, kämpften sich die Knights noch einmal heran und gingen nach dem Anschlusstreffer von Ziyed Chennoufi beim Stande von 24:23 in die erste Viertelpause. Zu diesem Zeitpunkt war Andreas Hornig, der in Abwesenheit Heydens der einzig verbliebene nominelle Center im Team von Frenkie Ignjatovic war, bereits mit drei Fouls belastet.

Im zweiten Spielabschnitt war es Tom Klemm, der Verantwortung übernahm. Er markierte fünf Punkte in Folge, besorgte die zwischenzeitliche 30:29-Führung und riss seine Mitspieler förmlich mit. In der Defense im Gegensatz zum ersten Abschnitt stark verbessert und unter dem gegnerischen Korb mit guter Wurfauswahl setzten sich die Kirchheimer Punkt für Punkt ab, führten zwischenzeitlich mit acht Punkten. 39:45 hieß es beim ertönen der Halbzeit-Sirene.

In der Pause musste Roosters-Trainer Nenad Josipovic dann die richtige Worte an sein Team gefunden haben. Plötzlich spielten die Hausherren groß auf und vor allem Topscorer Scott Freymond und Acha Njei brachten die Kirchheimer Verteidigung ein ums andere Mal in Verlegenheit. Beim Stande von 51:52 nahm Ignjatovic dann eine Auszeit und versuchte, mit Andreas Hornig unter dem Korb der Bremer Offensive Einheit zu gewähren. Dieser aber kassierte unverzüglich seine Fouls Nummer vier und fünf – das Ende für Hornig, der insgesamt gerade einmal fünf Minuten auf dem Parkett stand und nahtlos an seine bislang verkorkste Saison anschloss. „Ohne Center haben wir uns in der Reboundarbeit dann natürlich unheimlich schwer getan“, so Ignjatovic, der mit ansehen musste, wie Bremen wieder in Führung ging. 66:63 lautete der aus Kirchheimer Sicht wenig erfreuliche Zwischenstand vor dem Schlussviertel.

Mit reichlich Frust im Bauch starteten die Knights dann in die letzten zehn Minuten und machten umgehend deutlich, dass sie unbedingt gewillt sind, den Sieg mit nach Hause zu nehmen: Mit einem famosen 10:0-Lauf setzten sich die Kirchheimer auf 66:73 ab und stellten die Weichen wieder auf Sieg. „Da wir die Bremer Center nicht mehr kontrollieren konnten haben wir das Spiel schnell gemacht“, erklärte Ignjatovic seine Taktik. Merklich angeknockt hielten die Hausherren im Anschluss zwar noch einmal dagegen, näher als auf drei Punkte ließen die nun endlich souverän aufspielenden Knights die Roosters aber nicht mehr rankommen. Mit einer sicheren Hand von der Freiwurflinie besiegelten Radi Tomasevic und Adam Baumann schlussendlich den Sieg gegen wackere Bremer, die lange erfolgreich dagegen hielten, schlussendlich aber verdientermaßen den Kirchheimer Gästen unterlegen waren.

Herausragend bei den Knights war an diesem Abend Tom Klemm, der mit 17 Punkten nicht nur Topscorer war, sondern vor allem auch Frenkie Ignjatovic zu begeistern wusste: „Ich freue mich riesig, dass Tom endlich mal wieder auf dem Level gespielt hat, das wir uns die ganze Saison schon von ihm erwarten.“ Neben Klemm überzeugten auch wieder Ziyed Chennoufi mit 16 erzielten Punkten und Adam Baumann, der einmal mehr ein Double-Double zum Sieg beisteuerte.


Bremen Roosters:

Freymond 22, Hakanowitz 12, Njei 18, Franke 6, Turuschew 2, Fikiel 4, Sabourin 12.

VfL Kirchheim Knights:

Tomasevic 11, Chennoufi 16, Baumann 14 (11 Rebounds), Crawford 13, Scott 7, T. Klemm 17, Heyden 4, Hornig 2.