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Scott?s Dreier-Festival: 98:83-Sieg gegen Cuxhaven BasCats

13.04.2009 Mit einem Gordon Scott in Topform gewinnen die Kirchheim Knights eine allzeit unterhaltsame Partie gegen Cuxhaven mit 98:83 und sichern sich zwei Spieltage vor Schluss endgültig den fünften Tabellenplatz der Pro A. Bereits am Mittwoch gastieren die Knights dann zum letzten Auswärtsspiel der Saison beim BBC Bayreuth.

Mit einem Gordon Scott in Topform gewinnen die Kirchheim Knights eine allzeit unterhaltsame Partie gegen Cuxhaven mit 98:83 und sichern sich zwei Spieltage vor Schluss endgültig den fünften Tabellenplatz der Pro A. Bereits am Mittwoch gastieren die Knights dann zum letzten Auswärtsspiel der Saison beim BBC Bayreuth.

„Perfekt!“ – so der Kommentar von Knights-Coach Frenkie Ignjatovic zur Leistung von Gordon Scott, die wahrlich keiner weiteren Worten bedurfte: Allein in den ersten 20 Minuten machte Scott 22 Punkte, traf dabei sechs Dreier bei sechs Versuchen und hatte damit maßgeblichen Anteil am Kirchheimer Sieg, der eigentlich zu keiner Zeit wirklich in Gefahr schien. „Das Ergebnis ist keine Überraschung, Kirchheim ist ein absolutes Spitzenteam“, so auch das Resümee von Gäste-Trainer Vilmantas Matkevicius.

Ohne ihren verletzten Spielmacher Brandon Watkins, erfolgreichster Werfer der Liga und wichtigster Spieler in Reihen der Cuxhaven BasCats, gingen die Gäste deutlich gehandicapt ins Spiel. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten auf beiden Seiten sorgte Cuxhavens Josh Porter per Dunking nach zwei Minuten für die ersten Punkte des Spiels. Es entwickelte sich eine unterhaltsame, weil offensiv geführte Partie, in der beim Stande von 9:9 nach fünf Minuten Gordon Scott für die ersten stehenden Ovationen sorgte: Innerhalb nicht mal einer Minute versenkte er drei Würfe von jenseits der Dreierlinie und brachte die Kirchheimer mit 18:11 in Front. Die Gäste zeigten sich aber unbeeindruckt und zogen kurz vor der Viertelpause wieder gleich, ehe Radi Tomasevic einmal mehr mit der Sirene spektakulär zur 29:26-Führung traf.

Angeführt vom bestens aufgelegten Watkins-Ersatz Emanuel Dildy, der mit Abstand sein bestes Saisonspiel ablieferte, zogen die Gäste zu Beginn des zweiten Viertels dann an Kirchheim vorbei und führten plötzlich mit fünf Punkten. Radi Tomasevic hielt die Knights aber auf Schlagdistanz und so konnte Adam Baumann zwei Minuten vor der Halbzeit mit einem von vielen Dunkings an diesem Abend das Spiel wieder drehen und das 44:42 markieren. Mit zwei weiteren Drei-Punkte-Würfen von Gordon Scott zog Kirchheim weiter davon und ging beim Stande von 54:47 in die Pause.

Im dritten Viertel bauten die Knights ihren Vorsprung dann kontinuierlich aus. Auch, weil Emanuel Dildy nun besser verteidigt wurde. „Nach anfänglichen Problemen haben wir Dildy ganz gut in den Griff bekommen“, so Frenkie Ignjatovic. Auf Kirchheimer Seite drehte nun vor allem der Youngster des Monats auf: Phillipp Heyden erzielte mit seinem zwölften Punkt in nur sieben Minuten den 71:55 Zwischenstand und unterstrich einmal mehr seine Wichtigkeit für die Knights. Ob jener allerdings auch in der kommenden Saison für die Kirchheimer das Trikot überstreifen wird, scheint derzeit mehr als fraglich. Gut möglich, dass Kooperationspartner EnBW Ludwigsburg Heyden nächstes Jahr ausnahmslos für die Bundesliga beanspruchen will, wie dieses Jahr mit David McCray geschehen. Ignjatovic hofft aber noch auf einen Verbleib von Phillipp Heyden, auch zum Vorteil seiner Entwicklung: „Eine Saison bei uns ist für ihn sicherlich sinnvoller wie einige wenige Spielminuten in der BBL.“ Einfluss darauf hat er aber nicht - die Entscheidung liegt in den Händen der Ludwigsburger.

Mit einer 16-Punkte-Führung im Rücken gingen die Knights ins Schlussviertel. Die Gegenwehr der Gäste war zu diesem Zeitpunkt bereits gebrochen und so stellte sich eigentlich nur noch die Frage, ob zum dritten Mal in dieser Saison, wie von den gut 1000 Zuschauern lautstark skandiert, die 100-Punkte-Marke fallen wird. Da Ignjatovic gegen Spielende allerdings all seinen Bankspieler Spielzeit gab, was den Spielfluss natürlich merklich beeinträchtigte, sollte der entscheidende Korb nicht mehr fallen. Der tollen Stimmung in der Halle tat dies aber keinen Abbruch.

Die Kirchheim Knights sicherten sich mit dem Sieg gegen Cuxhaven endgültig den fünften Tabellenplatz der Pro A und können nun ganz entspannt zur Kür nach Bayreuth fahren, wo am Mittwoch bereits das letzte Auswärtsspiel der Saison auf dem Spielplan steht.

Im Hinspiel in der Sporthalle Stadtmitte unterlagen die Kirchheimer denkbar knapp mit 63:66 und auch in Bayreuth will sich das Team möglichst teuer verkaufen. Für den letzten Motivationsschub könnte dabei das Bayreuther Publikum sorgen: Durchschnittlich 2400 Zuschauer verfolgen die Heimspiele des BBC – klarer Spitzenwert in der Pro A.

Doch auch die Spielernamen lassen Basketball-Kenner mit der Zunge schnalzen. Das US-amerikanische Center-Duo Dan Oppland und Gary Hamilton ist mit das Beste, was die Pro A zu bieten hat: Oppland sammelt im Durchschnitt sieben Rebounds und macht 16 Punkte, Hamilton kommt auf neun Rebounds sowie neun Punkte. Mit Jaivon Harris, Whit Holcomb-Faye und Lashon Sheffield stehen auch auf den kleinen Positionen drei starke Amis im Kader, die allesamt durchschnittlich zweistellig punkten.

Zum Aufstieg wird es für den Tabellendritten allem Anschein nach dennoch nicht reichen: Zwei Niederlagen gegen den Zweiten Phoenix Hagen wiegen in der Endabrechnung wohl zu schwer. Nichtsdestotrotz hat der BBC im Heimspiel gegen Kirchheim keine Punkte zu verschenken. Motivierte Knights lauern aber auf ihre Chance.

Anpfiff am Mittwoch ist um 19.30 Uhr in der Oberfrankenhalle am Sportpark.

VfL Kirchheim Knights – Cuxhaven BasCats 98:83 (29:26, 25:21, 26:17, 18:19)

VfL Kirchheim Knights:
Tomasevic 25 (1/4 Dreier, 10/10 Freiwürfe), Chennoufi 2, Baumann 6, Crawford 5 (9 Assists), Scott 25 (7/8 Dreier), T. Klemm 7 (1/2 Dreier), Heyden 20, P. Klemm 2, Hornig 6, Reichmuth, Lenger, Howard.

Cuxhaven BasCats:
Porter 13, Dildy 22, Ruckhaber 5, Wischnewski 4, Hasenkamm 6, Jovanovic 3, Seward 15, Bennett 8, Kleemichen 5, Brown 2.