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Benjamin Lischka wechselt an die Teck

06.08.2009 Personalie VfL Kirchheim Knights: Mit Benjamin Lischka wechselt weitere deutsche Nachwuchshoffnung unter die Teck

Die Sommerpause neigt sich langsam dem Ende zu und so mancher Fan wird dem offiziellen Start der Vorbereitung am 17. August entgegenfiebern. Mit Benjamin „Benni“ Lischka wird ein weiterer talentierter deutscher Spieler den Knights-Kader 2009/10 bereichern. Von den Brüdern Thomas und Peter Klemm werden sich die Fans dagegen verabschieden müssen.

Sie waren fester Bestandteil der Aufstiegsmannschaft und nicht nur sportlich eine absolute Bereicherung: Tom und Peter Klemm legen nun aber die Ritterrüstung ab – und dies aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Peter Klemm hat das Angebot der Knights abgelehnt und wird in der kommenden Saison dem Regionalliga-Team des SV03 Tübingen angehören. Peter möchte sich in Zukunft intensiver seinem Studium in Tübingen widmen. Das fast tägliche Pendeln zwischen Kirchheim und der Universitätsstadt kostete dem 1,98 m großen Spieler in den letzten beiden Jahren viel Zeit und Kraft, außerdem verspricht er sich im Tübinger Team mehr Einsatzzeiten als bei den Knights.

Tom Klemm, der 2006 vom MTV Stuttgart zu den Knights wechselte, besitzt im Gegensatz zu seinem Bruder keine deutsche Staatsbürgerschaft, was der entscheidende Grund dafür war, dass man ihm für die kommende Saison kein Angebot mehr unterbreiten konnte. Die Staatsangehörigkeit spielt aufgrund der neuen Regelung, bei der immer zwei Deutsche auf dem Spielfeld stehen müssen, eine noch bedeutendere Rolle als bisher. „Um diese Forderung erfüllen zu können, benötigen wir mindestens fünf konkurrenzfähige deutsche Spieler“, erklärt Coach Ignjatovic. „Bedauerlicher Weise fallen dann verdiente Spieler wie Tom Klemm durch das Raster.“

„Die Klemm-Brüder waren wichtige Integrationsfiguren in unserem Team und haben das Bild der Knights in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt“ meint der sportliche Leiter Michael Schmauder, der den Weggang der Brüder bedauert. Das Knights-Management sowie Fans und Helfer danken Tom und Pidi für ihre erfolgreichen Jahre in Kirchheim und wünschen ihnen alles Gute für ihre Zukunft.

Neben Tomasevic, Menck und den Ludwigsburger Kooperationsspielern wird nun ein weiterer talentierter deutscher Spieler das Knights-Trikot anziehen: der 20-jährige Benni Lischka wechselt vom Pro A-Absteiger TV Lich nach Kirchheim. Mit durchschnittlich 7,4 Punkten und 3,1 Rebounds ist Lischka ein Rohdiamant, den Ignjatovic schon gerne vor einem Jahr nach Kirchheim geholt hätte. In der letzten Saison konnten sich die Knights-Fans bereits ein Bild von der Spielstärke des 1,99-großen Power-Forward machen: seine Saisonbestleistung lieferte er in Kirchheim ab, als er im Februar mit 19 Punkten die Knights-Abwehr düpierte. Benni seinerseits war sehr von der Stimmung in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte angetan - Ein Grund für ihn, in Kirchheim seine neue sportliche Heimat zu suchen. Ganz besonders reize ihn aber die Aussicht, unter Ignjatovic zu trainieren. „Einer der wichtigen Gründe für meinen Wechsel zu den Knights ist Frenkie. Ich habe von vielen Leuten nur Gutes über ihn gehört.“ Und auch die Kooperationsspieler Heyden und Chennouffi haben wohl überzeugende Worte gefunden. Die drei Talente kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in der U18 Nationalmannschaft. „Von den Beiden kam nur positives Feedback bezüglich der Knights und sie haben mir geraten, es doch in Kirchheim zu probieren“, meint der Neu-Ritter.

Ignjatovic erwartet sich noch einiges von Lischka, der während seiner zweijährigen Vertragslaufzeit auch seine kaufmännische Ausbildung beenden möchte. Ein Ausbildungsplatz wird derzeit noch für den sympathischen Blonden gesucht. „In zwei Jahren kann Benni dort stehen, wo sich sein Bruder Johannes derzeit befindet“, gibt sich Ignjatovic überzeugt, der den Sprung in den Bundesligakader von Gießen geschafft hat. Lischka selbst sieht sich und die Entwicklung der Knights eng miteinander verknüpft: „Meine Ziele sind es, in den nächsten beiden Jahren alles aus mir rauszuholen, um dem Team zu helfen und jeweils in der oberen Tabellenhälfte zu landen.“ Er selbst sieht sich in zwei Jahren auf dem Sprung in die BBL, wird aber bis dahin „alles für Siege mit den Knights geben.“ Herzlich Willkommen Benni!

Während in der kommenden Woche endgültig über die Kooperationsspieler eine Entscheidung fallen wird, arbeiten Ignjatovic und Schmauder an der Verpflichtung eines Brettcenters. Unabhängig davon, ob und wenn ja wie oft Phillipp Heyden in der kommenden Saison für die Knights auflaufen wird, soll ein starker Mann für die Position unter dem Brett verpflichtet werden. „Wir sind mit einigen interessanten Spielern im Gespräch, lassen uns mit einer endgültigen Entscheidung aber noch Zeit – der Markt ist in Bewegung“, erklärt Ignjatovic. Unabhängig davon, wird die Vorbereitung Mitte August mit den obligatorischen Konditionseinheiten beginnen. Scott Freymond wird erst Anfang September zum Team stoßen. „Zum ersten offiziellen Vorbereitungsspiel am 5. September in Ludwigsburg werden wir sicherlich einen ersten ernst zu nehmenden Eindruck über die Spielstärke des neuen Teams gewinnen“, verspricht Michael Schmauder.