slogan

Niederlage nach gro?em Kampf

02.03.2014

Mit 109:103 mussten sich Kirchheims Basketballer am Samstagabend in der Sporthalle Stadtmitte vor ca. 950 begeisterten Zuschauern dem Gast aus Essen geschlagen geben. Erst in der Verlängerung wurde die kämpferische Partie entschieden. Durch die Niederlage erleiden die Ritter einen Dämpfer, belegen in der Tabelle der 2.Basketball-Bundesliga jedoch weiterhin den 8. Tabellenplatz. Mit 31 Punkten war Bryan Smithson der Topscorer der Partie.

Ein Spiel voller Kampf, Dynamik und einigen Schlüsselszenen, die letztendlich zum Spielausgang führten. Eine davon geschah bereits im ersten Viertel. Kurz vor der Viertelpause verletzte sich Forward Max Rockmann beim Kampf um den Rebound gleich doppelt. Bei der Landung knickte er mit dem Sprunggelenk um und zog sich dabei noch eine zusätzliche Verletzung im Lendenwirbelbereich zu. In der Viertelpause war klar, dass das Spiel für Rockmann beendet war. Ein herber Verlust für die Ritter zu diesem frühen Zeitpunkt. „Max ist einer unserer wichtigsten Spieler. Wir haben nicht die Möglichkeit seinen Verlust ohne Weiteres zu verkraften, “ beschrieb Trainer Ignjatovic die Auswirkungen der Szene. Dennoch war die Partie lange ausgeglichen und die Ritter hatten viele Möglichkeiten, die beiden Punkte in Kirchheim zu behalten. Im Startviertel trumpfte vor allem die Kirchheimer Verteidigung auf. Nur elf Zähler wurden dem Gegner gestattet. In der eigenen Offensive glänzten vor allem Bryan Smithson und DJ Byrd, der mit 25 Zählern ebenfalls einen Sahnetag erwischte. Mit einer 21:11 Führung ging es in den zweiten Abschnitt. Kapitän Radi Tomasevic übernahm die Verantwortung in der Offensive und erzielte neun Punkte, doch Essen kam nun besser in die Partie. Ein hoch motivierter Chris Alexander fand nun langsam seinen Rhythmus und streute zwei Dreier in Folge ein. In die Kabinen ging es beim Stand von 40:35. Das dritte Viertel begann für Kirchheim mit drei persönlichen Fouls innerhalb einer Minute. Zwei davon gingen aufs Konto von Ben Beran, der nun insgesamt vier Fouls hatte und fortan auf die Bank musste. Ein herber Verlust für die Kirchheimer. Besonders die Defensivarbeit von Beran vermissten die Mannen von Trainer Ignjatovic schnell. Immer wieder zog der nun immer stärker werdende Chris Alexander in die Kirchheimer Zone und vollstreckte. Insgesamt elf Zähler erzielte der wendige Guard im dritten Viertel. Trainer Ignjatovic reagierte und setzte Verteidigungsspezialist TC Speaks auf Alexander an und der zeigte prompt, weshalb man ihn im Januar verpflichtet hatte. Bis zum Spielende gelangen Alexander nur noch vier weitere Zähler. Essens Spieler schienen jedoch angekommen im Spiel und übernahmen die Führung. Die Ritter schienen nun nicht mehr die richtigen Antworten parat zu haben. Mit neun Punkten Rückstand ging es ins Schlussviertel. Es sollte das Viertel des Bryan Smithson werden. Zwölf Punkte erzielte Kirchheims Leader in den entscheidenden Minuten und brachte dadurch sein Team wieder heran. Angepeitscht vom famosen Publikum kämpften die Ritter nun und zwangen den Gast zu vielen Fehlern, die auf der Gegenseite zu schnellen Punkten führten. In der Defensive hielten Björn Schoo, der neben seinen zwölf Punkten und zehn Rebounds auch noch fünf teils sehenswerte Blocks erzielen konnte, und Ben Beran die Zone frei. Es blieb äußerst spannend. Essens Diego Kapelan übernahm nun Verantwortung und fand häufig die richtigen Antworten auf die Aktionen der Kirchheimer. Die Schlusssekunden mussten die Entscheidung bringen. Bei noch knapp zehn Sekunden wurde Smithson gefoult. Die Ritter lagen mit zwei Punkten im Rückstand. Dennoch verwandelte der Guard eiskalt. Der folgende Angriff konnte abgewehrt werden und so ging es in die Verlängerung. Es dauerte nicht lang und Kapelan erzielte die ersten fünf Essener Punkte. Ein weiterer Nackenschlag. Wieder stemmten sich die Teckstädter gegen die drohende Niederlage. Ein fantastischer Distanzwurf von DJ Byrd aus knapp neun Metern, brachte das Publikum wieder ins Spiel. Doch die Gäste zeigten sich abgeklärt. Besonders an der Freiwurflinie saß nun jeder Wurf und so mussten sich die Kirchheimer am Ende geschlagen geben. „Es gab unglaublich viele Knackpunkte im Spiel. Insgesamt war es ein Spiel auf tollem Niveau, “ sagte Trainer Ignjatovic auf der anschließenden Pressekonferenz. Für die Ritter geht es am kommenden Wochenende mit dem Spiel in Nürnberg weiter. Diese verloren ihre Partie gegen Göttingen und stehen somit, mit zwei Punkten mehr als die Kirchheimer, auf dem 7.Tabellenplatz.

Es spielten: Tomasevic (16) Sengül (n.e.), Joos (0), Buntic (0), Baumer (0), Adeberg (3), Speaks (6), Rockmann (0), Smithson (31), Byrd (25), Schoo (13), Beran (9)