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Knights schlagen zurück

16.04.2017


Kirchheims Zweitligabasketballer sorgen mit einem famosen 87:81 Auswärtserfolg in Heidelberg für ein Finale in der ersten Playoff Runde. Nach der bitteren Niederlage vom vergangenen Mittwoch, traten die Ritter selbstbewusst und konzentriert auf. Ein überragender Carrington Love, der mit 23 Punkten, elf Assists und zehn Rebounds ein fantastisches Triple-Double aufs Parkett zauberte, sorgt für das Finale am Montagabend.


Totgesagte leben länger. Es war ein heftiger Schlag den die Teckstädter am Mittwochabend in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim einstecken mussten. Nach Verlängerung gewannen die Academics das wichtige Spiel drei und sicherten sich dadurch den ersten Matchball vor heimischem Publikum. Dass dies kein allzu großer Vorteil sein würde, dafür sorgten zunächst Kirchheims mitgereiste Anhänger. Ca. 100 Kirchheimer unterstützen ihre Mannschaft von Beginn an furios. Und die Message kam beim Team an. Die Korbjäger traten enorm selbstbewusst auf, während bei den Heidelbergern mit Beginn des Spiels das Nervenflattern begann. „Wir haben heute mit der Nervosität gespielt, die Kirchheim am Mittwoch hatte“, erklärte Heidelbergs Trainer Frenkie Ignjatovic nach Spielende. Häufig suchten die Academics aus der Distanz ihr Glück und erwischten dabei auch den besseren Start ins Spiel. Point-Guard Vance Hall netzte seine ersten drei Versuche direkt ein und sorgte für die erste 14:10 Führung der Hausherren nach wenigen Minuten. Die Ritter bleiben davon jedoch unbeeindruckt und ihrem Stil treu. Noch vor dem Ende der ersten zehn Minuten holten sich die Gäste die Führung zurück. In die erste Viertelpause ging es beim Stand von 24:21 für Kirchheim. Zwar verschliefen die Kirchheimer den Start ins zweite Viertel und gerieten nach einer Minute und fünf Heidelberger Punkten in Serie ins Hintertreffen, doch die folgenden Minuten gehörten den Rittern. Immer wieder sorgte Carrington Love für das richtige Tempo und fand hauptsächlich in Seth Hinrichs (15 Punkte) und Jonathon Williams (22 Punkte) die richtigen Abnehmer für seine gekonnten Anspiele. Die Hausherren verloren nahezu komplett ihren Rhythmus, sodass man zur Halbzeit (44:35) konstatieren musste, dass für Kirchheim ein noch größerer Vorsprung durchaus drin gewesen wäre. Wieder erwischten die Heidelberger den besseren Start in Halbzeit zwei. Albert Kuppe sorgte mit zwei erfolgreichen Dreiern für Spannung. Der Konter erfolgte schnell. Love und Williams wehrten sich erneut erfolgreich. Schon hier war zu erkennen, dass in Heidelbergs Defensive die Abstimmung fehlte. Immer wieder wurden den Kirchheimern leichte Korbleger erlaubt. Die Ritter dominierten nun die Partie und gingen mit 70:59 in Führung. Nur noch wenige Minuten waren zu spielen und Heidelbergs Trainer Ignjatovic griff nach dem letzten Strohhalm. Eine Umstellung seiner Verteidigung sorgte für einige Ballverluste auf Kirchheimer Seite. Die so sichere Offensive der Ritter stockte nun und Heidelberg startete die Aufholjagd. Shyron Ely sorgte für das 73:70. Nur noch drei Punkte Vorsprung für die Knights. Ein erneuter Ballverlust und plötzlich stand wieder Ely völlig alleinstehend an der Dreierlinie. Doch der Guard verpasste knapp. Die Schlüsselszene und vorweggenommene Entscheidung der Partie. Ein anschließender Korbleger von Williams sorgte für Sicherheit und die Teckstädter verwalteten nun klug ihren Vorsprung und brachten das Spiel über die Zeit. „Wir haben heute sehr gut gespielt und uns das Finale hart erarbeitet. Jetzt wollen wir eine Runde weiter kommen, “ sagte Knights-Trainer Mai nach Spielende. Spiel fünf findet am Ostermontag um 19:30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte statt. Der Ticketverkauf beginnt bereits online am Ostersonntag um 10 Uhr. Alle Dauerkartenbesitzer haben bis Ostersonntag um 20 Uhr eine Verlängerungsoption. Dauerkarten, sowie Einzeltickets können über die Homepage der Knights gebucht werden.


Der Knights-Kader gegen Heidelberg: Andreas Kronhardt, Jonathan Maier, Jonathon Williams, Seth Hinrichs, Niclas Sperber, Justin Hedley, Carrington Love, Brian Wenzel, Tim Koch



Foto: Tanja Spindler