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Ritter siegen im Krimi

01.11.2017


Zum 7.Spieltag der 2.Basketball-Bundesliga setzen sich die Kirchheimer Ritter zuhause gegen Chemnitz mit 72:68 durch. In einer extrem intensiven und spannenden Partie fiel die Entscheidung erst in den letzten Sekunden. Eine sehr gute Defensivleistung genügt den Teckstädtern zu zwei wichtigen Punkten. Kapitän Andi Kronhardt erzielt mit 23 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double.


Zwei Niederlagen und ein Sieg gelangen den Schwaben bislang vor heimischem Publikum. Zu wenig für die Ritterseele. Das die neuformierte Mannschaft von Anton Mirolybov mit den bisherigen Ergebnissen vor heimischem Publikum unzufrieden war, merkte man den stark verbesserten Rittern vom Anpfiff hinweg deutlich an. Verzichten mussten die Teckstädter auf Levi Giese. Der amerikanische Center verabschiedete sich am Montag in Richtung Estland. Der bereits nachverpflichtete Ersatz Toney McCray wird am Donnerstag in Kirchheim erwartet. Die Ritter starteten mit unveränderter Starting Five und übernahmen schnell die Spielkontrolle. Anders als in den bisherigen Spielen, überzeugte die Truppe mit schön herausgespielten Würfen, sowie sehenswerten Aktionen. Die Führung zum Viertelende (21:16) hätte höher ausfallen müssen, doch wie schon in den vergangenen Partien klemmte es besonders aus der Distanz. Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste aus Chemnitz zurück ins Spiel und konterten ihrerseits. Die Ritter verloren zwar ihren Vorsprung, jedoch nicht die Kontrolle über das Spiel. Anders als in Heidelberg, warfen die Ritter alles in die Waagschale und hielten dagegen. Es entwickelte sich eine kampfbetonte und enge Partie. Beide Mannschaften lieferten sich in der Defensive knifflige Duelle, während sie in der Offensive Schwierigkeiten hatten. Besonders die Drei-Punkte-Würfe fielen nicht. Auf Kirchheimer Seite brillierte das Duo Barton / Kronhardt mit 15 (Barton) bzw. 14 (Kronhardt) Punkten zur Halbzeit. In die Kabinen ging es beim Stand von 38:37 aus Kirchheimer Sicht. Direkt nach der Halbzeit legten die Gastgeber nochmals einen Gang zu. Die Verteidigung wurde nochmals gestärkt und ließ nur noch wenige Chemnitzer Punkte zu. Zwar haperte es weiterhin im Angriff, doch die Defensive hielt stand. Justin Hedley brachte viel Energie von der Bank und ließ seinem Gegenspieler kaum Luft zu atmen. Ein ähnliches Bild im Schlussabschnitt. Beide Teams beackerten sich in jeder Phase des Spiels und keiner konnte sich entscheidend absetzen. Die Kirchheimer hielten ihre knappe Führung, doch immer wenn die Chance bestand zu enteilen, verfehlte ein Wurf sein Ziel und auf der Gegenseite konterten die Niners. Die Schlussphase musste die Entscheidung bringen. Bis kurz vor Schluss hatten die Kirchheimer eine Dreierquote von drei Treffern bei 21 Versuchen. Shooting Guard Corban Collins verfehlte gleich vier Mal sein Ziel. Doch als es drauf ankam war der junge Amerikaner da und verwandelte trocken von jenseits der Dreierlinie. Die Entscheidung? Nein. Chemnitz konterte sofort durch Malte Ziegenhagen und blieb im Rennen. Jacob Parker hatte bei drei Punkten Rückstand alleinstehend die Chance zum Ausgleich, doch sein Drei-Punkte Wurf verfehlte das Ziel. Chemnitz musste foulen und Charles Barton blieb nervenstark an der Linie und brachte den wichtigen Sieg nach Hause. „Chemnitz gehört zu den Top-Mannschaften der Liga. Wir sind sehr froh, dass wir die Punkte hier behalten konnten. Wir haben heute gesehen was wir erreichen können, wenn wir zusammen spielen. Es war ein Teamerfolg, auf dem wir uns aber nicht ausruhen dürfen. Am Sonntag wartet ein schwieriges Spiel auf uns“, erklärte Mirolybov nach Spielende. Am Sonntag reisen die Ritter nach Ulm. Dort wartet das Duell mit der Orange Academy auf die Teckstädter. Spielbeginn ist um 17 Uhr. Knights-Partner Bader-Reisen bietet einen Fanbus für Kirchheims Anhänger an. Anmeldungen werden unter www-bader-reisen.de entgegen genommen.


 


Es spielten: Collins (9 Punkte), Barton (19), Hedley (4), Koch (2), Rendleman (6), Allen (5),


Darouiche (n.e), Wenzel (4), Kronhardt (23, 10 Rebounds), Köppl (n.e.)


 


Foto: Tanja Spindler