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Derby der schwachen Starter

25.10.2018

Die Basketballer der Kirchheim Knights treten am Samstag bei den Lions aus Karlsruhe an. Für die Mannschaften ist das direkte Duell äußert wichtig. Beide Teams haben erst zwei Punkte auf ihrem Konto und möchten nach schwachem Saisonstart den Blick nach vorne, und wenn möglich, in der Tabelle nach oben richten.

 

Eine Sekunde macht im Basketball manchmal einen großen Unterschied. Wäre das Spiel der Knights gegen die Rostock Seawolves nur eine Sekunde kürzer gegangen, die Ritter würden wohl nun deutlich beruhigter zum Derby nach Karlsruhe reisen. Doch der Konjunktiv hatte im Sport schon immer seine ganz besondere Rolle. Somit mussten die Schwaben den Schock durch Tom Alte`s Tip-In zunächst verdauen.

 

Ritter wollen besser starten

 

In einigen Videoeinheiten wurden die verschiedenen Phasen des Spiels analysiert. Der Fokus lag dabei auf dem verschlafenen ersten Viertel der Partie. „Wir sind die Phasen der Spiele in denen wir schlecht gestartet sind nochmal durchgegangen. Ganz besonders natürlich das Spiel gegen Rostock. Wir haben uns vieles nochmal angesehen und werden einige Dinge ändern und anpassen. Natürlich wollen wir in Karlsruhe besser starten,“ erklärt Knights-Coach Parra. Anschließend ging es dann unter der Woche an die Vorbereitung für das Duell gegen Karlsruhe. Und hier hatte das Trainerteam eine Menge zu tun, den die Lions bieten viel Qualität auf. „Die Mannschaft von Karlsruhe ist individuell sehr stark besetzt. Unter dem Korb mit Maurice Pluskota, Orlando Parker und Cyrus Tate, auf den Flügen Roland Nyama und Dominique Johnson, dazu die Guards um Kahron Ross und Davonte Lacy. Das sind richtig gute Spieler,“ so Knights-Coach Mauro Parra. Die Frage warum bei den Karlsruhern der Saisonstart mit einem Sieg aus fünf Spielen trieb auch die Verantwortlichen der Lions um Trainer Michael Mai um, die vor dem letzten Spieltag mit Davonte Lacy kurzerhand den Topscorer der vergangenen Zweitligasaison verpflichteten, um die Mannschaft wieder in die richtige Spur zu bringen. Mit 16 Punkte zeigte Lacy gleich bei seinem Debut wozu er in der Lage ist. Zu einem Sieg reichte es gegen Tabellenführer Chemnitz dennoch nicht. Denker und Lenker der Lions ist der wieselflinke Aufbauspieler Kahron Ross. Seine Assists finden zumeist den Weg in die Hände von Parker (15,4), Nyama (12,6) und Pluskota (11,4) die für jeden Gegner schwer zu stoppen sind. Auf die Defensive der Ritter kommen also einige schwierige Aufgaben zu. Nicht gerade förderlich war dabei erneut eine verletzungsgeplagte Woche. Tim Kochs hartnäckige Nackenprobleme werden den Forward wohl auch in den kommenden Wochen noch beeinträchtigen und machten eine Teilnahme am Training unmöglich. Sein Einsatz in Karlsruhe ist stark gefährdet. Zudem grassierte die Erkältungswelle im Ritterteam. Center Keith Rendleman, der bislang beständigste Teckstädter, musste für einige Tage mit dem Training aussetzen, befindet sich aber wieder auf dem Weg der Besserung. Gleiches galt für Andreas Nicklaus. Ebenfalls erwischte es den Headcoach der Ritter, der sich unter der Woche mit Halsschmerzen, Husten und verlorengegangener Stimme quälen musste. „Wir hatten die Hoffnung in der Woche normal trainieren zu können, aber es wurde schnell klar, dass daraus nichts wird. Der Ausfall von Tim schwächt uns enorm. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns,“ erklärt Parra, der dennoch versuchte seine Mannschaft trotz aller Widrigkeiten bestmöglich vorzubereiten. „Wir haben viel an uns gearbeitet und ich hoffe, dass wir unsere Entwicklung weiter voranbringen können und natürlich wollen wir was Zählbares aus Karlsruhe mitbringen. Uns und der Mannschaft ist klar wie schwer das werden wird, aber wir wollen das gemeinsam schaffen,“ schwört der Spanier seine Truppe ein. Auf die Unterstützung der Kirchheimer kann sich das Team dabei verlassen. Die Ritter werden bei der schwierigen Auswärtsaufgabe von vielen Fans begleitet, die sich bei Reisepartner Bader-Reisen für das Derby in Karlsruhe angemeldet haben um ihre Mannschaft zu unterstützen. Spielbeginn in Karlsruhe ist am Samstag um 19:30 Uhr.

 

Foto: Tanja Spindler