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Großer Kampf bleibt unbelohnt

17.12.2018

Die Kirchheim Knights verlieren ihr letztes Vorrundenspiel nach leidenschaftlichem Kampf vor heimscher Kulisse gegen die Niners aus Chemnitz. Schlussendlich setzt sich der Tabellenführer mit 60:66 durch, weil er im entscheidenden vierten Viertel die „Big Shots“ machte. Die Ritter stehen zum Ende der Hinrunde knapp hinter den begehrten Playoff-Plätzen auf Rang 9.


Ein 3. Advent ohne Happy End. Geschenke für den Gastgeber hatte der Tabellenführer aus Chemnitz keine im Gepäck in der Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Dabei sah es zu Beginn durchaus so aus, als ob es für den aktuellen Tabellenneunten was zu holen gäbe gegen den in dieser Saison nahezu übermächtigen Tabellenführer aus Sachen.  Als Max Rockmann nach knapp vier Spielminuten der Ausgleich zum 6:6 gelang, kam der Knightsexpress ins Rollen. Zug um Zug wurde der Vorsprung ausgebaut und ein Ritter brachte die Halle zum Brodeln: Jalen Canty zog in dieser Phase den Gästen mit vier geblockten Würfen den Zahn und riss die Zuschauer von den Bänken. Die Abwehr stand einmal mehr felsenfest und so konnte der Gegner mit 20:11 auf Distanz gehalten werden.


Im zweiten Viertel erwischte Chemnitz den besseren Start. Mit einem 11:0-Run schenkten die Chemnitzer den Rittern drei Dreipunktewürfe ein, egalisierten den Vorsprung und setzten sich sogar mit 21:25 in Front. Doch Goodwin & Co starteten den Konter: Acht Punkte ohne gegnerischen Korberfolg ließen die Fans in der Sporthalle Stadtmitte jubeln. Beim Halbzeitstand von 33:30 war klar, dass an diesem Sonntagnachmittag noch was gehen könnte. Eine Überraschung lag in der Luft.


Im dritten Viertel standen sich zunächst beide Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Die Defense war auf beiden Seiten aggressiv, nur wenige Würfe fanden ihr Ziel. Doch Schritt um Schritt holte Chemnitz den Rückstand auf und entscheidet das dritte Viertel mit 12:19 für sich (45:49).


Vor dem Schlussviertel stand die Frage im Raum, was nun den Ausschlag für den Sieg geben werde. Die Routine und Souveränität des Tabellenführers oder die kämpferischen Ritter, die mit dem Publikum im Rücken das Spiel mit aller Kraft für sich entscheiden wollten? „Spielentscheidend heute Abend war es, dass Chemnitz in der entscheidenden Phase die wichtigen Punkte gemacht hat, während wir zu viele Ballverluste hinnehmen musste“, analysierte Headcoach Parra nach Spielende nüchtern. Die Enttäuschung stand dem Spanier durchaus ins Gesicht geschrieben, denn dass das Spiel schlussendlich mit 60:66 für die Ritter verloren ging, war nicht zwingend notwendig. Ein überragender Rhondell Goodwin und ein souveräner Spielführer Dajuan Graf waren an diesem Abend zu wenig für einen Überraschungserfolg. Eine wiederholt schlechte Wurfquote jenseits der Dreierlinie macht es unglaublich schwer, gegen Spitzenteams zu bestehen. Mit Daubner, Wohlrath und Rockmann sind gleich drei Distanzschützen ohne Dreipunkteerfolg geblieben. Es tut daher Not, weiterhin konzentriert als Team zu arbeiten und auf die Rückkehr von Tim Koch zu hoffen. Gleichwohl ist Coach Parra stolz auf die Teamleistung und Weiterentwicklung seiner Mannen.


Ohne Koch geht es vor der kurzen Weihnachtspause in der nächsten Woche noch nach Paderborn, wo ein Sieg nicht nur auf dem Wunschzettel von Goodwin, Graf & Co steht. Mit einem Sieg gegen den Tabellenzwölften würden sich die Teckstätter gut in Position für die harte Rückrunde bringen, die gleich mit Hammerspielen in Hamburg und Rostock beginnt.


Foto: Tanja Spindler