slogan
LigaLogo

Verpatztes Heimdebut für die Knights

29.09.2019

Auch in der heimischen Sporthalle Stadtmitte will der Knoten für die Kirchheim Knights in der BARMER 2.Basketball-Bundesliga noch nicht aufgehen. Im zweiten Saisonspiel setzte es gegen eine abgezockte Trierer Mannschaft die zweite Niederlage. Ein überragender Jermaine Bucknor, der 26 Punkte und 13 Rebounds erzielte, ist für die Ritter Defensive letztlich zu viel.

Verzichten mussten die Ritter auf Andi Nicklaus, der mit Rückenproblemen aussetzte. Wieder in den Kader zurück kehrte Routinier Andi Kronhardt. Knights-Trainer Parra vertraute auf eine Starting Five aus Keith Rendleman, Tim Koch, Kevin Wohlrath, Jalan MCCloud und Till Pape. Diese sollte sich zunächst defensiv gut beweisen. Einzig aus der Distanz schienen die Trierer Gefahr auszustrahlen. Doch von Downtown saß gefühlt jeder Schuss. Egal ob frei oder eng verteidigt, die Trierer Routiniers verwandelten eiskalt. Die Zone jedoch gehörte den Kirchheimern und dort konnten die Hausherren einzelne Nadelstiche setzen. Triers US-Guard Jordan Geist sorgte mit acht Zählern für die erste Trierer Führung, doch kurz vor dem Ende des ersten Viertels waren die Ritter wieder dran. Mit einer leichten Gästeführung von 19:17 ging es in den zweiten Abschnitt. Bucknor und Geist erhöhten nun die Schlagzahl und weiterhin verwandelten die Gladiators traumwandlerisch sicher aus der Distanz. 10 von 20 Dreiern lautete die Bilanz zur Halbzeit. Besonders bitter aus Kirchheimer Sicht waren die Treffer die aus Offensivrebounds entstanden. Teilweise verteidigten die Gastgeber gut, doch verpassten das anschließende Reboundduell und die Trierer fackelten nicht lange und nutzten direkt die erste Option zum erneuten Drei-Punkte-Wurf. In der eigenen Offensive fehlte hingegen das entscheidende Zielwasser. So ging es mit einem 29:20 Zwischenstand in die Halbzeit. Und es sollte noch deutlicher kommen. Immer wieder setzten die glänzend aufgelegten Bucknor und Geist die Kirchheimer Defensive vor Herausforderungen und der Trierer Vorsprung erhöhte sich im dritten Viertel auf über 20 Zähler. Die Ritter gaben sich jedoch nicht auf, kämpften verbissen und bekamen nun Unterstützung der Trierer. Zunächst foulte Center Till Gloger und bekam anschließend ein technisches Foul. Sein 5.persönliches Foul und somit das Spielende. Nur wenige Minuten später ließ sich Geist, der zu diesem frühen Zeitpunkt bereits 23 Punkte gesammelt hatte, zu einem disqualifizierenden Foul hinreißen und musste das Spiel ebenfalls verlassen. Die Ritter witterten ihre Chance und trieben sich gegenseitig an. Der Rückstand verkürzte sich. Mehrmals fanden die Gladiators zwar eine passende Antwort, doch die Kirchheimer waren nun da. Angefeuert vom Publikum, schmolz der Vorsprung auf zehn Punkte. Die Knights hatten nun die Chance, den so wichtigen psychologischen Faktor des einstelligen Rückstandes zu erreichen, doch zwei Mal in Folge produzierten die Teckstädter nun spielentscheidende Fehler. Ein Offensivfoul und ein Ballverlust später war es erneut Bucknor, der der schwäbischen Aufholjagd ein jähes Ende setzte. Die Trierer beruhigten nun ihr Spiel und nutzten ihre gesamte Erfahrung aus, um den komfortablen Vorsprung sicher über die Runden zu bringen. „Wir hatten uns für das erste Heimspiel viel vorgenommen und waren dementsprechend motiviert. Die hohe Trefferquote von Trier hat uns dann etwas aus der Bahn geworfen. Die Aufholjagd war lobenswert, hat uns aber auch Energie gekostet, die dann bei -10 gefehlt hat um den entscheidenden Schritt zum Comeback zu gehen. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. Gerade im defensiven Bereich, der uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat und da wollen wir auch wieder hin. Dass unsere Jungs guten Basketball spielen können haben sie schon gezeigt. Jetzt müssen wir das regelmäßig und konstanter zeigen. Für uns heißt es daher weiter hart zu arbeiten,“ erklärte Parra nach Spielende. Für die Teckstädter geht es nun am kommenden Wochenende nach Leverkusen.

 

Es spielten: Brauner (9 Punkte), Durham (14), Butler (6), Koch (11), Rendleman (4), Kronhardt (4), Pape (2), Wohlrath (9), McCloud (13), Hahn (4)

 

Foto: Tanja Spindler