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Ritter kommen erneut unter die Räder

06.10.2019

Der dritte Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2019/2020 endet für die Knights mit einer erneuten deutlichen Niederlage. Bei der 103:86 Niederlage gegen Aufsteiger Leverkusen treten vor allem in der Defensive und beim Reboundverhalten entscheidende Schwächen auf. Durch die dritte Niederlage in Serie bleiben die Korbjäger am Tabellenende.

 

Nach vielen Verletzungen unter der Woche, wirbelte Knights-Coach Parra sein Starting Five durch und schickte mit Andi Kronhardt, Erik Durham, Till Pape, Kevin Wohlrath und Jalan McCloud eine neuformierte Startfünf aufs Feld. Diese hatten es zunächst primär mit einem Spieler zu tun. Nick Hornsby erzielte die ersten neun Leverkusener Punkte und sorgte schnell für die Führung der Gastgeber. Mit 17 Zählern wurde der US-Amerikaner zum Topscorer auf Seiten der Giants. Schnell wurde das prägende Problem im Ritterspiel deutlich: Die Defensive. In der vergangenen Saison noch das Prunkstück der Teckstädter, schafft es die neuformierte Truppe derzeit nicht ihre Reihen zu schließen. Immer wieder rissen die agilen Rheinländer Löcher in die fahrige Kirchheimer Verteidigung. Alleine 20 Punkte in den ersten vier Spielminuten sprachen Bände. Eine 27:19 Führung zur Viertelpause war die Folge. Im zweiten Abschnitt fingen sich die Ritter dann ein wenig und hielten das Spiel ausgeglichen. Jedoch gelang auch keine Verkürzung des Rückstandes, da die Hausherren beherzten Defensiveinsatz vorlebten und somit den Vorsprung leicht ausbauen konnten. Beim Stand von 46:36 ging es in die Kabinen. Es folgte die beste Phase der Schwaben. Punkt um Punkt verkürzten die Ritter und traten nun mit der richtigen Intensität auf. Durch endlich aggressivere Defensive wurden die Hausherren aus dem Rhythmus gebracht und die Ritter versuchten nun Tempo ins eigene Spiel zu bringen. Mit Erfolg. Mit vier Punkten gingen die Korbjäger in Führung. Das Spiel schien zu kippen. Die Gastgeber gaben sich jedoch nicht auf und blieben dran. Die Aufholjagd hatte viel Kraft gekostet und nach einigen Wechseln zeichnete sich ein ausgeglichenes Spiel ab. Mit einer zwei Punkte Führung für Leverkusen ging es in den Schlussabschnitt (66:64). Was folgte waren zehn schlimme Minuten für Kirchheims Anhänger. 37 Punkte erlaubten die Knights ihren Kontrahenten in den letzten Minuten. Es haperte an allen Ecken und Enden. Elf offensive Rebounds wurden den Giants gestattet, die nun selbstbewusst und vom Publikum angetrieben immer weiter davon zogen. „Unser gesamtes Spiel, aber vor allem die letzten zehn Minuten, waren einfach nur peinlich und den Knights nicht würdig. Wir müssen uns bei jedem Kirchheimer Fan, und vor allem bei denen die die lange Fahrt auf sich genommen haben um uns zu unterstützen, für diese Leistung entschuldigen. Kein Spieler hat heute gezeigt, was er eigentlich kann. Wir haben die Verantwortung dem Club gegenüber jeden Stein umzudrehen und unsere Fehler zu analysieren, “ fand Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt deutliche Worte. Auch Knights-Coach Mauro Parra war die bittere Enttäuschung der gezeigten Leistung anzumerken. „Ich schäme mich für diese unterirdische Leistung meiner Mannschaft. Wir haben ein enormes defensives Problem und werden auch am Rebound vorgeführt. 103 Punkte zu kassieren und 18 offensive Rebounds zu erlauben ist indiskutabel und muss und wird Konsequenzen haben. Ich kann mich für unser Spiel nur bei unseren Fans entschuldigen und mein Wort geben, das wir so lange und hart mit allen nötigen Überstunden daran arbeiten werden, bis wir unsere Verteidigung auf ein akzeptables Niveau hinbekommen,“ so der Spanier. Am Sonntag werden die Ritter zu ihrer ersten Einheit nach dem Leverkusen Spiel in der Halle antreten müssen. Der ursprünglich geplante freie Tag wurde gestrichen. Bereits am kommenden Mittwoch empfangen die Teckstädter Schalke 04 in der heimischen Sporthalle Stadtmitte. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

 

Es spielten: Brauner (10 Punkte), Durham (0), Butler (0), Koch (13), Rendleman (13, 11 Rebounds), Kronhardt (7, 7), Pape (6), Wohlrath (6), McCloud (24), Hahn (7)

 

Foto: Tanja Spindler