Ritter starten mit Fans in die neue Saison

19.08.2020

Am vergangenen Montag fand die erfreuliche Nachricht ihren Weg ins Knights-Office. Das Hygienekonzept der Kirchheimer Zweitligabasketballer bestand die Prüfung der örtlichen Behörden. Die Teckstädter werden also nach aktuellem Stand vor einer reduzierten Anzahl von Zuschauern in die neue Saison starten können. Start in die BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison ist für die Ritter am 17.Oktober mit dem Heimspiel gegen Jena.

 

Intensive Wochen liegen hinter dem Geschäftsführer-Duo aus der Teckstadt. „Wir sind sehr froh und äußerst erleichtert, dass wir vor Zuschauern starten dürfen. In unserem Konzept steckt viel Arbeit, da die Sicherheit absoluten Vorrang hat. Ohne Fans ist für uns ein Heimspielevent fast nicht vorstellbar – wirtschaftlich und auch von der Atmosphäre, die von den Fans ausgehen“, so Chris Schmidt. „Eine erfolgreiche Umsetzung hängt natürlich in erster Linie von der Disziplin und dem Verständnis der Fans ab. Darauf setzen wir!“

 

Einschränkungen unumgänglich - Nachverfolgung als wichtiges Kriterium

Denn natürlich verändert sich der Besuch eines Knights-Spiels in vielen Bereichen, zumindest bei den ersten Heimspielen. Das soll aber die Freude an einem Knights-Besuch nicht mindern. Das oberste Prinzip ist es, große Ansammlungen und Warteschlangen zu vermeiden und die Abstandsregeln einzuhalten. „Daher wird es gesonderte Einlass- und Ausgangsszenarien geben. Wir werden mehrere Ein- und Ausgänge öffnen, wo unsere Zuschauer je nach Sitzbereich eintreten dürfen“, so Schmidt.

 

Der Onlineverkauf der Einzeltickets wird eine deutlich größere Bedeutung bekommen, die Abendkasse hingegen bleibt geschlossen „Wir müssen jeden Besucher einzeln erfassen aufgrund der Nachverfolgung. Das geht bei einer Abendkasse nicht. Der Ein- und Auslass muss ohne große Wartemomente vonstattengehen“, erklärt Schmidt. Im Gegenzug wird ein neuer Service eingerichtet: Am Spieltag selber wird von 10-12 Uhr die neue Geschäftsstelle in der Marktstraße 1 geöffnet werden, um dort Abendtickets zu verkaufen. So kann der samstägliche Besuch im „Städtle“ bequem mit dem Ticketkauf verbunden werden.

 

Gruppenbereiche auf den Tribünen – Stehplatzbereiche werden gesperrt

Basketball vor dicht besetzten Tribünen kann und darf es zu Corona-Zeiten leider nicht geben. Abstand und Schutz ist das oberste Gebot. „Daher habe wir auch die Anzahl der Sitzplätze deutlich reduziert und Stehplätze wird es mit Ausnahme von zwanzig fest zugeordneten Stehplätzen zum Saisonstart nicht mehr geben können“, informiert Schmidt. Zudem stehen die beiden Reihen „Courtside“ zunächst nicht zur Verfügung, auch um den nötigen Abstand zur Mannschaft zu gewährleisten, denn auf und neben dem Spielfeld muss das Arbeitsschutzkonzept der Liga eingehalten werden. „Autogrammwünsche, Abklatschen oder Gespräche mit den Spielern nach der Partie können leider nicht stattfinden“, bedauert Schmidt.

 

Analog zu den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg werden auf den Tribünen Gruppenbereiche für Besucher eingerichtet. „Für uns gelten die gleichen Regelungen wie in der Gastronomie. Das heißt, mit Ausnahme des eigenen Sitzplatzes herrscht eine Mund- und Nasenschutzpflicht in der gesamten Halle. Am Platz empfehlen wir eindringlich das Tragen der Maske. Wir werden unsere Fans dabei unterstützen, Gruppenbuchungen zu organisieren, da wir aufgrund der Vorgaben kaum Bereiche für zwei oder drei Personen zur Verfügung haben werden“, erläutert Schmidt. Zwischen den Gruppen muss eine Distanz gewährleistet sein, die Bereiche dahinter und daneben werden automatisch nicht besetzt. Dies garantiert auch das dynamische Sitzplatzmodul des Ticketsystems Reservix. „Insgesamt stehen uns knapp über 400 Sitzplätze zur Verfügung“, resümiert Schmidt und erläutert: „Allerdings nur bei einer maximalen Auslastung durch Gruppen. Es ist also sehr wichtig, dass sich unsere Fans zusammenschließen und gemeinsame Gruppenbuchungen unternehmen. Wenn möglich über acht und bis zu maximal 20 Personen pro Gruppe.“

 

Getränkeservice am Sitzplatz

Einmal am Sitzplatz angekommen wartet ein neues Angebot auf die Besucher. „Es gibt ab sofort den besonderen Service des Bauchladenverkaufs, mit einem reduzierten Angebot an Speisen und Getränken zwar, aber dafür immerhin direkt am Sitzplatz“, so Schmidt. Die beiden Verkaufstheken werden bis auf weiteres nicht öffnen können.

 

Besondere Rolle für Dauerkartenbesitzer

Ritterfans zeichnen sich durch eine besondere Treue aus. In den vergangenen Jahren hatten die Ritter in jedem Jahr eine Verlängerungsquote von über 98% aller Dauerkarten. Natürlich sollen die treusten der treuen Fans nun auch ein Vorrecht erhalten. „Viele unserer Dauerkartenbesitzer kennen sich seit Jahren. Wir möchten diese dazu aufrufen, sich in Gruppen zusammen zu schließen, um gemeinsam in einem bestimmten Gruppenbereich Tickets zu erwerben“, ergänzt Bettina Schmauder. Ein Vorkaufsrecht bleibt weiterhin bestehen, allerdings nicht mehr wie gewohnt auf den bisherigen Sitzplatz. Dies können die Ritter aufgrund der neuen Regeln in dieser Saison nicht aufrechterhalten, aber es soll mit der jeweiligen Gruppe gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. „In dieser Zeit gilt es zusammen zu rücken und da machen wir uns gerne die Mühe, mit jeder Gruppe in den direkten Austausch zu gehen“, so Schmauder.

 

Preissenkungen für Tickets

Die Knights-Verantwortlichen sichern außerdem zu, dass es Preissenkungen geben wird. „Der Event wird in der kommenden Saison mit Einschränkungen verbunden sein, die für viele ungewohnt sein werden. Wir wissen, dass darunter auch die Qualität der Rahmenbedingungen leidet. Wir werden jedoch mit neuen Ideen und Services unser Bestes geben, um viele Zuschauer für uns gewinnen können. Wir leben von der Begeisterung für die Knights und jeder Fan, jeder Zuschauer und jeder Gast ist für uns etwas Besonderes. Jeder einzelne Besucher ist wichtig. Wir wollen trotz allem, dass unsere Zuschauer einen tollen Abend bei unseren Spielen verbringen können“, hebt Schmidt hervor.

In den kommenden Tagen werden die Verantwortlichen ein Ticketingkonzept inkl. Preisangaben erarbeiten. Danach startet die erste Verkaufsphase für letztjährige Dauerkartenbesitzer und die Zuteilung der Sponsorenplätze.

 

Basketballspiele unter besonderer Beobachtung

Basketball in Kirchheim wird eine der ersten größeren Veranstaltungen in der Teckstadt sein. „Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und mahnen daher eindringlich, sich an die geltenden Regeln zu halten. Die Konsequenzen für uns ohne Zuschauer spielen zu müssen wären katastrophal. Da können wir keine Ausnahmen machen oder mal ein Auge zudrücken. Es gibt bei den Regeln keine Grauzone. Wir wollen zeigen, dass wir eine maximal sichere Veranstaltung durchführen können. Dafür stehen wir mit unserem Wort ein. Vielleicht werden dann in den kommenden Monaten weitere Lockerungen möglich“, so die Hoffnung der beiden Geschäftsführer.

 

Saisonstart bleibt unverändert

Der Startschuss zur neuen Saison fällt für die Knights am 17. Oktober mit dem Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Jena. In die Vorbereitung starten die Spieler am 7. September, doch bereits vorab werden die ersten Spieler unter der Teck eintreffen und diverse Trainings absolvieren. Auch im Kader werden noch drei Planstellen besetzt. „Wir sind bei der Spielerauswahl schon sehr weit und werden in den nächsten Tagen den Kader vollends besetzen“, berichtet Schmidt.

 

Weitere Informationen zu den neuen Regelungen bei den Heimspielen und Spielerverpflichtungen folgen in den nächsten Tagen.

 

Mit diesen Rahmenbedingungen gehen die Knights-Verantwortlichen nun in die nächsten Wochen und hoffen, dass die allgemeine Gesundheitslage es zulassen wird, die Pläne auch in die Realität umzusetzen und die Geschäftsführer appellieren: „Wir sollten alle weiterhin wachsam und vorsichtig sein.“

 

Foto: Tanja Spindler


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    Ritter starten mit Fans in die neue Saison

    19.08.2020

    Am vergangenen Montag fand die erfreuliche Nachricht ihren Weg ins Knights-Office. Das Hygienekonzept der Kirchheimer Zweitligabasketballer bestand die Prüfung der örtlichen Behörden. Die Teckstädter werden also nach aktuellem Stand vor einer reduzierten Anzahl von Zuschauern in die neue Saison starten können. Start in die BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison ist für die Ritter am 17.Oktober mit dem Heimspiel gegen Jena.

     

    Intensive Wochen liegen hinter dem Geschäftsführer-Duo aus der Teckstadt. „Wir sind sehr froh und äußerst erleichtert, dass wir vor Zuschauern starten dürfen. In unserem Konzept steckt viel Arbeit, da die Sicherheit absoluten Vorrang hat. Ohne Fans ist für uns ein Heimspielevent fast nicht vorstellbar – wirtschaftlich und auch von der Atmosphäre, die von den Fans ausgehen“, so Chris Schmidt. „Eine erfolgreiche Umsetzung hängt natürlich in erster Linie von der Disziplin und dem Verständnis der Fans ab. Darauf setzen wir!“

     

    Einschränkungen unumgänglich - Nachverfolgung als wichtiges Kriterium

    Denn natürlich verändert sich der Besuch eines Knights-Spiels in vielen Bereichen, zumindest bei den ersten Heimspielen. Das soll aber die Freude an einem Knights-Besuch nicht mindern. Das oberste Prinzip ist es, große Ansammlungen und Warteschlangen zu vermeiden und die Abstandsregeln einzuhalten. „Daher wird es gesonderte Einlass- und Ausgangsszenarien geben. Wir werden mehrere Ein- und Ausgänge öffnen, wo unsere Zuschauer je nach Sitzbereich eintreten dürfen“, so Schmidt.

     

    Der Onlineverkauf der Einzeltickets wird eine deutlich größere Bedeutung bekommen, die Abendkasse hingegen bleibt geschlossen „Wir müssen jeden Besucher einzeln erfassen aufgrund der Nachverfolgung. Das geht bei einer Abendkasse nicht. Der Ein- und Auslass muss ohne große Wartemomente vonstattengehen“, erklärt Schmidt. Im Gegenzug wird ein neuer Service eingerichtet: Am Spieltag selber wird von 10-12 Uhr die neue Geschäftsstelle in der Marktstraße 1 geöffnet werden, um dort Abendtickets zu verkaufen. So kann der samstägliche Besuch im „Städtle“ bequem mit dem Ticketkauf verbunden werden.

     

    Gruppenbereiche auf den Tribünen – Stehplatzbereiche werden gesperrt

    Basketball vor dicht besetzten Tribünen kann und darf es zu Corona-Zeiten leider nicht geben. Abstand und Schutz ist das oberste Gebot. „Daher habe wir auch die Anzahl der Sitzplätze deutlich reduziert und Stehplätze wird es mit Ausnahme von zwanzig fest zugeordneten Stehplätzen zum Saisonstart nicht mehr geben können“, informiert Schmidt. Zudem stehen die beiden Reihen „Courtside“ zunächst nicht zur Verfügung, auch um den nötigen Abstand zur Mannschaft zu gewährleisten, denn auf und neben dem Spielfeld muss das Arbeitsschutzkonzept der Liga eingehalten werden. „Autogrammwünsche, Abklatschen oder Gespräche mit den Spielern nach der Partie können leider nicht stattfinden“, bedauert Schmidt.

     

    Analog zu den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg werden auf den Tribünen Gruppenbereiche für Besucher eingerichtet. „Für uns gelten die gleichen Regelungen wie in der Gastronomie. Das heißt, mit Ausnahme des eigenen Sitzplatzes herrscht eine Mund- und Nasenschutzpflicht in der gesamten Halle. Am Platz empfehlen wir eindringlich das Tragen der Maske. Wir werden unsere Fans dabei unterstützen, Gruppenbuchungen zu organisieren, da wir aufgrund der Vorgaben kaum Bereiche für zwei oder drei Personen zur Verfügung haben werden“, erläutert Schmidt. Zwischen den Gruppen muss eine Distanz gewährleistet sein, die Bereiche dahinter und daneben werden automatisch nicht besetzt. Dies garantiert auch das dynamische Sitzplatzmodul des Ticketsystems Reservix. „Insgesamt stehen uns knapp über 400 Sitzplätze zur Verfügung“, resümiert Schmidt und erläutert: „Allerdings nur bei einer maximalen Auslastung durch Gruppen. Es ist also sehr wichtig, dass sich unsere Fans zusammenschließen und gemeinsame Gruppenbuchungen unternehmen. Wenn möglich über acht und bis zu maximal 20 Personen pro Gruppe.“

     

    Getränkeservice am Sitzplatz

    Einmal am Sitzplatz angekommen wartet ein neues Angebot auf die Besucher. „Es gibt ab sofort den besonderen Service des Bauchladenverkaufs, mit einem reduzierten Angebot an Speisen und Getränken zwar, aber dafür immerhin direkt am Sitzplatz“, so Schmidt. Die beiden Verkaufstheken werden bis auf weiteres nicht öffnen können.

     

    Besondere Rolle für Dauerkartenbesitzer

    Ritterfans zeichnen sich durch eine besondere Treue aus. In den vergangenen Jahren hatten die Ritter in jedem Jahr eine Verlängerungsquote von über 98% aller Dauerkarten. Natürlich sollen die treusten der treuen Fans nun auch ein Vorrecht erhalten. „Viele unserer Dauerkartenbesitzer kennen sich seit Jahren. Wir möchten diese dazu aufrufen, sich in Gruppen zusammen zu schließen, um gemeinsam in einem bestimmten Gruppenbereich Tickets zu erwerben“, ergänzt Bettina Schmauder. Ein Vorkaufsrecht bleibt weiterhin bestehen, allerdings nicht mehr wie gewohnt auf den bisherigen Sitzplatz. Dies können die Ritter aufgrund der neuen Regeln in dieser Saison nicht aufrechterhalten, aber es soll mit der jeweiligen Gruppe gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. „In dieser Zeit gilt es zusammen zu rücken und da machen wir uns gerne die Mühe, mit jeder Gruppe in den direkten Austausch zu gehen“, so Schmauder.

     

    Preissenkungen für Tickets

    Die Knights-Verantwortlichen sichern außerdem zu, dass es Preissenkungen geben wird. „Der Event wird in der kommenden Saison mit Einschränkungen verbunden sein, die für viele ungewohnt sein werden. Wir wissen, dass darunter auch die Qualität der Rahmenbedingungen leidet. Wir werden jedoch mit neuen Ideen und Services unser Bestes geben, um viele Zuschauer für uns gewinnen können. Wir leben von der Begeisterung für die Knights und jeder Fan, jeder Zuschauer und jeder Gast ist für uns etwas Besonderes. Jeder einzelne Besucher ist wichtig. Wir wollen trotz allem, dass unsere Zuschauer einen tollen Abend bei unseren Spielen verbringen können“, hebt Schmidt hervor.

    In den kommenden Tagen werden die Verantwortlichen ein Ticketingkonzept inkl. Preisangaben erarbeiten. Danach startet die erste Verkaufsphase für letztjährige Dauerkartenbesitzer und die Zuteilung der Sponsorenplätze.

     

    Basketballspiele unter besonderer Beobachtung

    Basketball in Kirchheim wird eine der ersten größeren Veranstaltungen in der Teckstadt sein. „Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und mahnen daher eindringlich, sich an die geltenden Regeln zu halten. Die Konsequenzen für uns ohne Zuschauer spielen zu müssen wären katastrophal. Da können wir keine Ausnahmen machen oder mal ein Auge zudrücken. Es gibt bei den Regeln keine Grauzone. Wir wollen zeigen, dass wir eine maximal sichere Veranstaltung durchführen können. Dafür stehen wir mit unserem Wort ein. Vielleicht werden dann in den kommenden Monaten weitere Lockerungen möglich“, so die Hoffnung der beiden Geschäftsführer.

     

    Saisonstart bleibt unverändert

    Der Startschuss zur neuen Saison fällt für die Knights am 17. Oktober mit dem Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Jena. In die Vorbereitung starten die Spieler am 7. September, doch bereits vorab werden die ersten Spieler unter der Teck eintreffen und diverse Trainings absolvieren. Auch im Kader werden noch drei Planstellen besetzt. „Wir sind bei der Spielerauswahl schon sehr weit und werden in den nächsten Tagen den Kader vollends besetzen“, berichtet Schmidt.

     

    Weitere Informationen zu den neuen Regelungen bei den Heimspielen und Spielerverpflichtungen folgen in den nächsten Tagen.

     

    Mit diesen Rahmenbedingungen gehen die Knights-Verantwortlichen nun in die nächsten Wochen und hoffen, dass die allgemeine Gesundheitslage es zulassen wird, die Pläne auch in die Realität umzusetzen und die Geschäftsführer appellieren: „Wir sollten alle weiterhin wachsam und vorsichtig sein.“

     

    Foto: Tanja Spindler