Im Nordosten nichts zu holen

07.02.2021

Im Auswärtsspiel bei den Rostock Seawolves müssen sich die Kirchheim Knights mit 92:82 geschlagen geben. Nach tollem Start verlieren die Teckstädter den Faden und geraten im dritten Viertel in hohen Rückstand. Die furiose Aufholjagd im Schlussviertel wird nicht belohnt. Während Rostock an der Tabellenspitze verweilt, befinden sich die Kirchheimer mit einigen Mannschaften im direkten Kampf um die Playoffs.

 

In der BARMER 2. Basketball Bundesliga mussten die Schwaben aus Kirchheim am Sonntag in Rostock antreten. Bereits am Tag zuvor begaben sich die Mannen von Head Coach Igor Perovic auf die lange Auswärtsfahrt. Nicht mit an Bord war Center Andi Kronhardt. Der Routinier fehlte aufgrund eines Magen-Darm Infekts und konnte die Reise nicht mit antreten. Sein Fehlen sollte sich im Verlauf des Spiels durchaus bemerkbar machen, da die Rostocker immer wieder die Zone attackierten und damit häufig erfolgreich waren. Doch der Reihe nach. Der Start ins Spiel gelang den Teckstädtern sehr gut. Till Pape und Max Mahoney kontrollierten unter den Körben, während Guard Richie Williams das Tempo dirigierte. Während die Kirchheimer fokussiert und konzentriert zu Werke gingen, schienen die Rostocker nach zwei Niederlagen zuletzt etwas aus dem Rhythmus. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Ritter mit 28:20 komfortabel in Front. Beide Trainer wechselten und so kam es zum Bruch auf Seiten der Knights. Besonders unter den Körben hatten Andi Nicklaus und Tidjan Keita zusehends Probleme. Die Verteidigung reagierte und zog das Spiel enger, was den Rostocker Schützen den fehlenden Freiraum einräumte. Und diese trafen hochprozentig. Die Hausherren übernahmen nun vollständig das Kommando und bauten ihre Führung bis zur Halbzeit auf 50:42. Nur 14 Punkte gelangen den Korbjägern im zweiten Abschnitt, während man auf der Gegenseite 30 Zähler zugelassen hatte. Auch der Start ins dritte Viertel ging nach hinten los. Erneut übernahmen die Rostocker die Kontrolle über das Spiel und erhöhten Punkt für Punkt. Die Offensive der Knights lag nun völlig brach. Nichts wollte mehr gelingen. Beim 74:51 Zwischenstand nach drei gespielten Vierteln war die Vorentscheidung eigentlich gefallen. Knapp fünf Minuten vor dem Ende wollten es die Ritter aber nochmal wissen. In der Verteidigung bauten die Knights nun über das ganze Spielfeld Druck auf und zwangen die Seawolves zu vielen einfachen Ballverlusten. Knapp eine Minute vor dem Ende war man auf sechs Punkte am Favoriten dran. Ein weiterer Dreierversuch von Richie Williams geriet jedoch zu kurz und die Hoffnungen auf eine verrückte und dennoch erfolgreiche Aufholjagd waren dahin. Die Rostocker bewiesen an der Freiwurflinie Nervenstärke und holten sich die zwei Punkte. „Glückwunsch an Rostock. Wir waren im zweiten und dritten Viertel nicht auf der Höhe. Da hat uns die Ruhe und Abgeklärtheit gefehlt. Wenn wir hier, trotz des hohen Rückstandes, bei 3-4 Aktionen kontrollierter agieren, ist am Schluss vielleicht noch was für uns drin, aber so sollte es nicht sein,“ erklärte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt nach Spielende. Die Teckstädter haben nun nach zwei intensiven Monaten mit vielen Spielen ein spielfreies Wochenende und können Kraft tanken für das letzte Saisondrittel. Am 19.2. treten die Ritter in Nürnberg an.

 

 

Es spielten: Williams (11 Punkte), Brauner (2), Leufroy (18, 5 Assists), Bulajic (0), Koch (13), Keita (0), Nicklaus (0), Pape (8, 6 Rebounds), Wohlrath (0), Mahoney (23, 9 RB), Miksic (7)

 

 

Foto: Tanja Spindler

 

 


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    Im Nordosten nichts zu holen

    07.02.2021

    Im Auswärtsspiel bei den Rostock Seawolves müssen sich die Kirchheim Knights mit 92:82 geschlagen geben. Nach tollem Start verlieren die Teckstädter den Faden und geraten im dritten Viertel in hohen Rückstand. Die furiose Aufholjagd im Schlussviertel wird nicht belohnt. Während Rostock an der Tabellenspitze verweilt, befinden sich die Kirchheimer mit einigen Mannschaften im direkten Kampf um die Playoffs.

     

    In der BARMER 2. Basketball Bundesliga mussten die Schwaben aus Kirchheim am Sonntag in Rostock antreten. Bereits am Tag zuvor begaben sich die Mannen von Head Coach Igor Perovic auf die lange Auswärtsfahrt. Nicht mit an Bord war Center Andi Kronhardt. Der Routinier fehlte aufgrund eines Magen-Darm Infekts und konnte die Reise nicht mit antreten. Sein Fehlen sollte sich im Verlauf des Spiels durchaus bemerkbar machen, da die Rostocker immer wieder die Zone attackierten und damit häufig erfolgreich waren. Doch der Reihe nach. Der Start ins Spiel gelang den Teckstädtern sehr gut. Till Pape und Max Mahoney kontrollierten unter den Körben, während Guard Richie Williams das Tempo dirigierte. Während die Kirchheimer fokussiert und konzentriert zu Werke gingen, schienen die Rostocker nach zwei Niederlagen zuletzt etwas aus dem Rhythmus. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Ritter mit 28:20 komfortabel in Front. Beide Trainer wechselten und so kam es zum Bruch auf Seiten der Knights. Besonders unter den Körben hatten Andi Nicklaus und Tidjan Keita zusehends Probleme. Die Verteidigung reagierte und zog das Spiel enger, was den Rostocker Schützen den fehlenden Freiraum einräumte. Und diese trafen hochprozentig. Die Hausherren übernahmen nun vollständig das Kommando und bauten ihre Führung bis zur Halbzeit auf 50:42. Nur 14 Punkte gelangen den Korbjägern im zweiten Abschnitt, während man auf der Gegenseite 30 Zähler zugelassen hatte. Auch der Start ins dritte Viertel ging nach hinten los. Erneut übernahmen die Rostocker die Kontrolle über das Spiel und erhöhten Punkt für Punkt. Die Offensive der Knights lag nun völlig brach. Nichts wollte mehr gelingen. Beim 74:51 Zwischenstand nach drei gespielten Vierteln war die Vorentscheidung eigentlich gefallen. Knapp fünf Minuten vor dem Ende wollten es die Ritter aber nochmal wissen. In der Verteidigung bauten die Knights nun über das ganze Spielfeld Druck auf und zwangen die Seawolves zu vielen einfachen Ballverlusten. Knapp eine Minute vor dem Ende war man auf sechs Punkte am Favoriten dran. Ein weiterer Dreierversuch von Richie Williams geriet jedoch zu kurz und die Hoffnungen auf eine verrückte und dennoch erfolgreiche Aufholjagd waren dahin. Die Rostocker bewiesen an der Freiwurflinie Nervenstärke und holten sich die zwei Punkte. „Glückwunsch an Rostock. Wir waren im zweiten und dritten Viertel nicht auf der Höhe. Da hat uns die Ruhe und Abgeklärtheit gefehlt. Wenn wir hier, trotz des hohen Rückstandes, bei 3-4 Aktionen kontrollierter agieren, ist am Schluss vielleicht noch was für uns drin, aber so sollte es nicht sein,“ erklärte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt nach Spielende. Die Teckstädter haben nun nach zwei intensiven Monaten mit vielen Spielen ein spielfreies Wochenende und können Kraft tanken für das letzte Saisondrittel. Am 19.2. treten die Ritter in Nürnberg an.

     

     

    Es spielten: Williams (11 Punkte), Brauner (2), Leufroy (18, 5 Assists), Bulajic (0), Koch (13), Keita (0), Nicklaus (0), Pape (8, 6 Rebounds), Wohlrath (0), Mahoney (23, 9 RB), Miksic (7)

     

     

    Foto: Tanja Spindler