Trotz Auswärtsniederlage für Playoffs qualifiziert

04.04.2021

Mit noch einem ausstehenden Saisonspiel haben die Kirchheim Knights in der BARMER 2. Basketball Bundesliga frühzeitig für eine Überraschung gesorgt. Nach der Niederlage von Konkurrent Trier gegen Nürnberg sind die Teckstädter für die Playoffs qualifiziert. Nach drei Jahren ohne Teilnahme an der Meisterschaftssrunde ist die Qualifikation ein großer Erfolg. Die Niederlage in Leverkusen gerät dabei zur Randnotiz.

 

 

In der Saison 2016/2017 hatten sich die Korbjäger aus der Teckstadt letztmalig für die Playoffs qualifizieren können. Für die Truppe um Seth Hinrichs, Carrington Love und Co. sprang damals sogar das Halbfinale heraus. Von dieser Mannschaft spielen heute noch Tim Koch und Andi Kronhardt bei den Knights. Für sie ist es die dritte Playoff Teilnahme mit den Knights. Möglich gemacht hat dies ein ehemaliger Ritter. Phillip Daubner sorgte mit seinem Dreier kurz vor Schluss gegen Trier für den Nürnberger Auswärtserfolg gegen die Gladiators, die den letzten Konkurrenten für die Mannschaften aus Schwenningen, Quakenbrück und Kirchheim auf dem Weg in die Playoffs darstellten. Dadurch stehen die acht Playoff Mannschaften nun endgültig fest. „Wir haben monatelang auf dieses Ziel hingearbeitet und freuen uns total, dass wir das gepackt haben. Besonders nach dem schwierigen Saisonstart mit Quarantäne, Verletzungen und einigen Niederlagen ist das Comeback das wir hingelegt haben enorm. Die Mannschaft und die Trainer haben tolle Arbeit geleistet. Jetzt wollen wir in den Playoffs für die eine oder andere Überraschung sorgen, “ sagte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt. Am letzten Spieltag wird sich entscheiden, in welcher Gruppe die Ritter antreten werden. Da Schwenningen und die Artland Dragons zeitgleich ebenfalls ihre Spiele verloren geben mussten, bleiben alle drei Mannschaften vor dem letzten Spieltag punktgleich. Das letzte Saisonspiel verspricht also einiges an Spannung.

 

Das die Kirchheimer überhaupt auf Nürnberger Hilfe angewiesen waren lag an der dritten Niederlage in Folge für die Schwaben. Nach den Spielen gegen Hagen und Bremerhaven war auch in Leverkusen für kämpferisch starke, aber insgesamt zu fehlerhaft auftretende Knights nichts zu holen. Eine Vielzahl von unklugen Entscheidungen, sowohl defensiv wie auch offensiv, sorgte für die 105:94 Niederlage bei den Giants, die damit eine Heimbilanz von 13 Siegen und nur einer Niederlage für die gesamte Saison aufweisen, und damit den Spitzenwert der Liga halten. „Die Einstellung und der Einsatz waren da. Zwei Mal waren wir drauf und dran das Spiel zu drehen, aber Leverkusen hat fantastisch getroffen. Es war toll zu sehen wie sich unsere Jungs gegen die Niederlage gestemmt haben. Wir spielen derzeit etwas zu kompliziert und unkonzentriert. Die Entscheidungen die wir treffen sind häufig überhastet und unglücklich. Uns fehlt die Lockerheit die wir momentan, trotz des großen Einsatzes, nicht kompensieren können, “ erklärte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt. Dies betraf unter anderem den Start ins Spiel. Die Partie hatte gerade erst begonnen, da lagen die Knights bereits mit 20:4 in Rückstand. Zwar fingen sich die Schwaben schnell, dennoch behielten die Hausherren die 23:18 Führung nach den ersten zehn Minuten. Auch im zweiten Abschnitt trafen die Giants traumwandlerisch sicher. Zehn von 16 versuchten Dreiern fanden in der ersten Halbzeit ihr Ziel. Ein unglaublicher Wert. Entsprechend ging es mit einem 54:39 Rückstand in die Halbzeitpause. Und die Ritter kamen mit Wut im Bauch zurück aufs Parkett. Die Intensität nahm nun zu und die Kirchheimer machten es den Hausherren zunehmend schwer zu Punkten zu kommen. Doch ein Leverkusener hatte Feuer gefangen. Wann immer es eng wurde suchten die Giants JJ Mann. Und der US-Amerikaner lieferte konstant ab. Am Ende hatte Mann sagenhafte 33 Punkte auf seinem Konto. Die Knights gaben nicht auf und kämpften verbissen. Nico Brauner brachte die Ritter auf fünf Punkte heran, doch zwei unnötige Fehler der Ritter im Anschluss sorgten wieder für Beruhigung auf Leverkusener Seite. Das Spiel schien entschieden und wieder waren es die Teckstädter, die einfach nicht aufgeben wollten und sich nochmals auf sechs Punkte herankämpften bei noch knapp zwei Minuten zu spielen. Die Aufholjagd hatte jedoch einiges an Kraft gekostet und die abgezockten Leverkusener behielten die Kontrolle und sicherten sich letztlich den verdienten Heimsieg. „Leverkusen hat herausragend gespielt. Wir haben ihnen zu viel Freiraum gegeben, den sie gnadenlos ausgenutzt haben. Offensiv haben wir besser gespielt als zuletzt, aber in den entscheidenden Phasen haben wir auch da einiges liegen lassen. Wir haben das ganze Spiel über hart gekämpft, aber die Giants hatten gute Antworten parat, “ so Knights Head Coach Igor Perovic nach Spielende.

 

Zum Saisonabschluss empfangen die Ritter die Lions aus Karlsruhe in der Sporthalle Stadtmitte. Doch zuvor drücken die Kirchheimer am kommenden Donnerstag Jena die Daumen. Sollten die Jenaer gegen die Artland Dragons gewinnen, könnten die Teckstädter noch auf Platz sieben, und bei einer Niederlage Schwenningens sogar noch auf Platz sechs in der Tabelle klettern. Spielbeginn gegen Karlsruhe ist am Samstag um 19 Uhr.

 

Es spielten: Williams (8 Punkte), Brauner (15, 5 Assists), Leufroy (23, 6 Rebounds), Bulajic (n.e.), Koch (0), Keita (4), Nicklaus (n.e.), Pape (8), Wohlrath (7), Kronhardt (11), Mahoney (15), Miksic (3)

 

 

Foto: Tanja Spindler

 

 


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    Trotz Auswärtsniederlage für Playoffs qualifiziert

    04.04.2021

    Mit noch einem ausstehenden Saisonspiel haben die Kirchheim Knights in der BARMER 2. Basketball Bundesliga frühzeitig für eine Überraschung gesorgt. Nach der Niederlage von Konkurrent Trier gegen Nürnberg sind die Teckstädter für die Playoffs qualifiziert. Nach drei Jahren ohne Teilnahme an der Meisterschaftssrunde ist die Qualifikation ein großer Erfolg. Die Niederlage in Leverkusen gerät dabei zur Randnotiz.

     

     

    In der Saison 2016/2017 hatten sich die Korbjäger aus der Teckstadt letztmalig für die Playoffs qualifizieren können. Für die Truppe um Seth Hinrichs, Carrington Love und Co. sprang damals sogar das Halbfinale heraus. Von dieser Mannschaft spielen heute noch Tim Koch und Andi Kronhardt bei den Knights. Für sie ist es die dritte Playoff Teilnahme mit den Knights. Möglich gemacht hat dies ein ehemaliger Ritter. Phillip Daubner sorgte mit seinem Dreier kurz vor Schluss gegen Trier für den Nürnberger Auswärtserfolg gegen die Gladiators, die den letzten Konkurrenten für die Mannschaften aus Schwenningen, Quakenbrück und Kirchheim auf dem Weg in die Playoffs darstellten. Dadurch stehen die acht Playoff Mannschaften nun endgültig fest. „Wir haben monatelang auf dieses Ziel hingearbeitet und freuen uns total, dass wir das gepackt haben. Besonders nach dem schwierigen Saisonstart mit Quarantäne, Verletzungen und einigen Niederlagen ist das Comeback das wir hingelegt haben enorm. Die Mannschaft und die Trainer haben tolle Arbeit geleistet. Jetzt wollen wir in den Playoffs für die eine oder andere Überraschung sorgen, “ sagte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt. Am letzten Spieltag wird sich entscheiden, in welcher Gruppe die Ritter antreten werden. Da Schwenningen und die Artland Dragons zeitgleich ebenfalls ihre Spiele verloren geben mussten, bleiben alle drei Mannschaften vor dem letzten Spieltag punktgleich. Das letzte Saisonspiel verspricht also einiges an Spannung.

     

    Das die Kirchheimer überhaupt auf Nürnberger Hilfe angewiesen waren lag an der dritten Niederlage in Folge für die Schwaben. Nach den Spielen gegen Hagen und Bremerhaven war auch in Leverkusen für kämpferisch starke, aber insgesamt zu fehlerhaft auftretende Knights nichts zu holen. Eine Vielzahl von unklugen Entscheidungen, sowohl defensiv wie auch offensiv, sorgte für die 105:94 Niederlage bei den Giants, die damit eine Heimbilanz von 13 Siegen und nur einer Niederlage für die gesamte Saison aufweisen, und damit den Spitzenwert der Liga halten. „Die Einstellung und der Einsatz waren da. Zwei Mal waren wir drauf und dran das Spiel zu drehen, aber Leverkusen hat fantastisch getroffen. Es war toll zu sehen wie sich unsere Jungs gegen die Niederlage gestemmt haben. Wir spielen derzeit etwas zu kompliziert und unkonzentriert. Die Entscheidungen die wir treffen sind häufig überhastet und unglücklich. Uns fehlt die Lockerheit die wir momentan, trotz des großen Einsatzes, nicht kompensieren können, “ erklärte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt. Dies betraf unter anderem den Start ins Spiel. Die Partie hatte gerade erst begonnen, da lagen die Knights bereits mit 20:4 in Rückstand. Zwar fingen sich die Schwaben schnell, dennoch behielten die Hausherren die 23:18 Führung nach den ersten zehn Minuten. Auch im zweiten Abschnitt trafen die Giants traumwandlerisch sicher. Zehn von 16 versuchten Dreiern fanden in der ersten Halbzeit ihr Ziel. Ein unglaublicher Wert. Entsprechend ging es mit einem 54:39 Rückstand in die Halbzeitpause. Und die Ritter kamen mit Wut im Bauch zurück aufs Parkett. Die Intensität nahm nun zu und die Kirchheimer machten es den Hausherren zunehmend schwer zu Punkten zu kommen. Doch ein Leverkusener hatte Feuer gefangen. Wann immer es eng wurde suchten die Giants JJ Mann. Und der US-Amerikaner lieferte konstant ab. Am Ende hatte Mann sagenhafte 33 Punkte auf seinem Konto. Die Knights gaben nicht auf und kämpften verbissen. Nico Brauner brachte die Ritter auf fünf Punkte heran, doch zwei unnötige Fehler der Ritter im Anschluss sorgten wieder für Beruhigung auf Leverkusener Seite. Das Spiel schien entschieden und wieder waren es die Teckstädter, die einfach nicht aufgeben wollten und sich nochmals auf sechs Punkte herankämpften bei noch knapp zwei Minuten zu spielen. Die Aufholjagd hatte jedoch einiges an Kraft gekostet und die abgezockten Leverkusener behielten die Kontrolle und sicherten sich letztlich den verdienten Heimsieg. „Leverkusen hat herausragend gespielt. Wir haben ihnen zu viel Freiraum gegeben, den sie gnadenlos ausgenutzt haben. Offensiv haben wir besser gespielt als zuletzt, aber in den entscheidenden Phasen haben wir auch da einiges liegen lassen. Wir haben das ganze Spiel über hart gekämpft, aber die Giants hatten gute Antworten parat, “ so Knights Head Coach Igor Perovic nach Spielende.

     

    Zum Saisonabschluss empfangen die Ritter die Lions aus Karlsruhe in der Sporthalle Stadtmitte. Doch zuvor drücken die Kirchheimer am kommenden Donnerstag Jena die Daumen. Sollten die Jenaer gegen die Artland Dragons gewinnen, könnten die Teckstädter noch auf Platz sieben, und bei einer Niederlage Schwenningens sogar noch auf Platz sechs in der Tabelle klettern. Spielbeginn gegen Karlsruhe ist am Samstag um 19 Uhr.

     

    Es spielten: Williams (8 Punkte), Brauner (15, 5 Assists), Leufroy (23, 6 Rebounds), Bulajic (n.e.), Koch (0), Keita (4), Nicklaus (n.e.), Pape (8), Wohlrath (7), Kronhardt (11), Mahoney (15), Miksic (3)

     

     

    Foto: Tanja Spindler