Doppelter Derbysieg für Kirchheimer Ritter

Zum Doppelspieltag des vergangenen Wochenendes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga konnten Kirchheims Basketballer zwei Siege einfahren. Sowohl in Karlsruhe wie auch beim Heimsieg gegen Tübingen durften die Ritteranhänger zwei Erfolge gegen direkte Nachbarn feiern. In der Tabelle klettern die Teckstädter auf Platz elf.

Die Erleichterung war den Mannen von Head Coach Igor Perovic deutlich anzusehen. Soeben hatte man gegen den Playoff Aspiranten aus Tübingen die wohl bislang beste Saisonleistung abgeliefert und dabei den Tigers vor allem defensiv den Zahn gezogen. Den Grundstein dafür legte die junge Mannschaft bereits zwei Tage zuvor. Beim Auswärtsspiel in Karlsruhe trafen zwei Teams aufeinander, die eher schleppend in die Saison gestartet waren und noch nicht wirklich auf der Höhe ihres Potenzials agieren. Dies prägte auch den Spielverlauf. Den besseren Start in die Partie erwischten die Kirchheimer. Tylan Pope mit sechs Punkten und Chuck Harris mit fünf Zählern leisteten einen wichtigen Beitrag zur 22:17 Führung nach den ersten zehn Spielminuten. Die Teckstädter kontrollierten das Spiel, es gelang ihnen jedoch nicht entscheidend davon zu ziehen. In die Halbzeitpause ging es beim Zwischenstand von 45:38. Es folgte die schwierigste Phase der Partie aus Kirchheimer Sicht. Tempo und Intensität fielen leicht ab und so kamen die Lions immer besser zum Zug. Doch im Gegensatz zu den Spielen zuvor hielten die Bozic Knights die Konzentration hoch und hielten dagegen. Es bleib nun eine enge und ausgeglichene Partie. Kurz vor dem Ende hatten die Hausherren die Chance auf die Führung, verpassten jedoch eine freie Wurfoption und die Ritter sorgten an der Freiwurflinie für die Entscheidung zum 80:76 Auswärtserfolg. Motiviert vom Freitagserfolg, sah man den Rittern am Sonntag direkt zu Spielbeginn an, dass die Truppe um Kapitän Lucas Mayer mehr wollte. In der Defensive spulten die Ritter ein unglaubliches Tempo ab. Kaum Raum für gelungene Aktionen wurden den Tübinger Gästen gewährt. Perovic nutzte die gesamte Rotation und so blieb das Energielevel auf konstant hohem Niveau. Die Folge war eine 19:13 Führung nach dem ersten Viertel. Einige vergebene gute Optionen verhinderten eine höhere Führung. Der zweite Abschnitt war dann ausgeglichener. Tübingen legte defensiv eine Schippe drauf und so ging es mit einem Zwischenstand von 35:30 in die Halbzeitpause. Perovic entschied sich erneut dafür, ohne einen der beiden etatmäßigen Center (Nico Bretzel und Nick Spinoso) zu starten, was für viel Tempo und Intensität sorgte. Die Tigers hatten damit zusehends Probleme. Einzig Bernard Pelote hielt von jenseits der Dreierlinie erfolgreich dagegen. Die Spielkontrolle lag jedoch in der Hand der Hausherren. Immer wieder attackierten die Kirchheimer klug und erhöhten den Vorsprung auf 57:48. Im Schlussabschnitt übernahmen dann Nico Bretzel und Point Guard Phillip Russell Verantwortung. Bretzel sorgte mit vielen wichtigen Rebounds für defensive Stabilität, während Russell in der Offensive gute Entscheidungen traf und den Tübingern final jeglichen Raum für ein Comeback nahm. Am Ende stand ein 83:62 Erfolg zu Buche. „Das Spiel in Karlsruhe war kompliziert, aber letztendlich der Brustlöser. Die Mannschaft hat toll gefightet und sich die vier Punkte redlich verdient. Der Schlüssel zum Erfolg ist die Energie und Intensität. Die war an diesem Wochenende da. Wir müssen daran arbeiten, das konstant abzurufen,“ sagte Sportchef Chris Schmidt nach Spielende. Am kommenden Wochenende reisen die Teckstädter in den Ruhrpott. Dort empfangen die Sparkassenstars aus Bochum die Bozic Knights am Samstag in der Rundsporthalle.

Es spielten: Russell (vs. Karlsruhe: 7 Punkte / vs. Tübingen 23 Punkte), Harris (16/7), Aydinoglu (6/2), Mayer (10/19), Pope (20/9), Spinoso (6/6), Failenschmid (2/3), Jung (8/0), Bretzel (5/14)

Foto: Bozic Knights / Nina Sander