Kirchheimer Nachwuchsbasketballer holen die NBBL unter die Teck

14.06.2022

Kirchheim gehört seit Sonntag zum elitären Bundesliga-Kreis im Nachwuchsbasketball. Dank dreier Siege beim Qualifikationsturnier in Tübingen tritt der amtierende Vizemeister in der U18 in der kommenden Saison in der Deutschen Nachwuchs Bundesliga (NBBL) an. Mit deutlichen Siegen gegen Speyer (77:57) und Tübingen (79:49) legten die jungen Ritter den Grundstein. Nach dem entscheidenden Sieg gegen Karlsruhe (77:73) war es dann vollbracht. Nach nur vier Jahren nimmt das ambitionierte Nachwuchsprogramm in der Region eine neue Führungsrolle ein und geht nun in die nächste Phase über. Die NBBL ist die höchste Jugendklasse, in der U19-Teams deutschlandweit gegeneinander antreten.

 

Mentale Stärke und der Glaube an die eigene Stärke – mit diesen wichtigsten Skills schickte Headcoach Brian Wenzel seine Jungs ins Auftaktspiel am Samstag. Auch für ihn ging es drei Jahre nach der erfolgreichen Qualifikation zur JBBL darum, das nächste Team in die oberste Spielklasse ihres Jahresgangs zu führen. Unterstützt durch Eltern, Co-Trainer Felix Jung und den JBBL-Coaches Peter Raizner und Christian Schmidt starteten die Nachwuchsbasketballer von Beginn an konzentriert. Im Spiel gegen das Team aus Speyer galt es in erster Linie, gut ins Qualifikationsturnier zu finden und die vorhandene Nervosität abzuschütteln. Das gelang den Kirchheimern um Kapitän Axel Bezler sehr gut. Sahen die Zuschauer bis zur Mitte des ersten Viertels noch ein ausgeglichenes Spiel (11:10), zündeten die Teckstädter dann den Turbo und ließen bis zum Viertelende keinen Punkt der Domstädter mehr zu. Dank einer konzentrierten Leistung konnte die Führung zur Halbzeit auf 42:27 ausgebaut werden. Wenzel, der auch einen Blick auf das kräftezehrende Turnier hatte, rotierte über den kompletten 12-köpfigen Kader, einer der Schlüssel für den schlussendlichen Erfolg. Mit dem 77:57-Sieg gegen Speyer war der erste Schritt gemacht.

 

Am Sonntagvormittag stand das Aufeinandertreffen gegen den Gastgeber Tübingen auf den Turnierplan. Das Team gehörte zu den Absteigern der diesjährigen NBBL-Saison und hatte am Vortag überraschend sein Spiel gegen Karlsruhe mit 60:77 verloren. Auch im zweiten Spiel zeigten sich die jungen Ritter hellwach und konnten so die überraschend schwachen Tübinger klar in Schach halten. Dem Halbzeitstand von 46:23 folgt dann ein klarer 79:49-Sieg gegen den Gastgeber und es war klar, dass Karlsruhe und Kirchheim die direkte Qualifikation zur NBBL im direkten Aufeinandertreffen unter sich ausmachen würden.

 

Auch wenn diese Partie lange Zeit auf Augenhöhe stattfand und von beiden Seiten durch eine intensive Defense gekennzeichnet war, konnten die jungen Ritter im dritten Viertel nochmals einen Gang zulegen und sich einen Vorsprung von 15 Punkten rausarbeiten (63:48). Im letzten Vierteil jedoch kam starke Unruhe auf, als plötzlich die Entscheidungen der Unparteiischen zunehmend in den Mittelpunkt rückten und die Badener bis auf vier Punkte herankamen. So kam es besonders auf das Trainerteam an, die Ruhe ins Team zurück zu bringen. Nach der Schlusssirene und dem 77:73-Sieg kannte dann das Jubeln keine Grenzen, Spieler, Coaches und die Eltern freuten sich über das für Kirchheim durchaus sensationelle Ereignis. Brian Wenzel sparte dann auch nicht mit Lob über die Disziplin und den Willen seiner Jungs, die er seit mehr als drei Jahren begleitet: „Ich bin sehr stolz darauf, solch tolle Spieler betreuen zu dürfen. Die Art und Weise wie wir Teambasketball zelebrieren ist in heutigen Zeiten selten geworden und daher besonders augenfällig.“

 

Auch David Rösch, sportlicher Verantwortlicher für den Jugendbereich zeigt sich sehr stolz: „Die Coaches und das Team haben eine herausragende und auch historische Saison gespielt. Mit Brian Wenzel haben wir zudem einen charismatischen, erfolgreichen und nicht nur bei den Jugendlichen sehr beliebten Trainer. Auch wenn der heutige Erfolg das Ergebnis einer Teamarbeit ist, so ist er der Vater und das Gesicht des Erfolges.“ Aber die Bedeutung geht über das Sportliche weit hinaus. „Die direkte Qualifikation für die NBBL ist das Ergebnis einer vierjährigen kontinuierlichen guten Jugendarbeit im Basketball“, hebt Bernd Tollkühn hervor, der bislang die SG SEK als Vorsitzender geführt hat und auch weiterhin im Ehrenamt dem erfolgreichen Programm treu bleiben wird. In der kommenden Saison wird das Jugendprogramm nun in eine neue Phase eintreten, die leistungsorientierte Jugendarbeit noch näher an die Profis der Knights herangeführt. „Der heutige Erfolg ist jedoch auch ganz klar der Zusammenarbeit mit den Partnervereine MTV Stuttgart und BVH Esslingen zuzuschreiben“, hebt die Knights Geschäftsführerin Bettina Schmauder hervor, die sich in die Reihe der Gratulanten einreiht. Die Entscheidung, in der kommenden Saison unter dem Namen der Knights aufzuspielen ist auch ein klares Statement zu Kirchheim. „Ab der kommenden Saison soll es für jeden erkennbar sein, wo das neue Zentrum des Basketballleistungssports in der Region ist, und zwar in Kirchheim“, so die Geschäftsführerin, zu deren Herzensprojekt die Jugendarbeit gehört. Und so gehen die Knights gemeinsam mit der Basketballabteilung des VfL Kirchheim weiterhin den erfolgreichen Weg – im Breiten- wie im Leistungssport und eines ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in Zukunft Eigengewächse aus der Region im Kader der Knights geben wird, ist eindeutig gewachsen, denn die ersten der frischgebackenen NBBL-Spieler sind bereits fester Bestandteil des Knights-Trainingskaders.

 

VfL Kirchheim Knights vs PS Karlsruhe Lions 77:73

Young Tigers Tübingen vs VfL Kirchheim Knights 47:79

Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs VfL Kirchheim Knights 57:77

 

 

 

Foto: Thimo König


    Impressum · Datenschutz

    Kirchheimer Nachwuchsbasketballer holen die NBBL unter die Teck

    14.06.2022

    Kirchheim gehört seit Sonntag zum elitären Bundesliga-Kreis im Nachwuchsbasketball. Dank dreier Siege beim Qualifikationsturnier in Tübingen tritt der amtierende Vizemeister in der U18 in der kommenden Saison in der Deutschen Nachwuchs Bundesliga (NBBL) an. Mit deutlichen Siegen gegen Speyer (77:57) und Tübingen (79:49) legten die jungen Ritter den Grundstein. Nach dem entscheidenden Sieg gegen Karlsruhe (77:73) war es dann vollbracht. Nach nur vier Jahren nimmt das ambitionierte Nachwuchsprogramm in der Region eine neue Führungsrolle ein und geht nun in die nächste Phase über. Die NBBL ist die höchste Jugendklasse, in der U19-Teams deutschlandweit gegeneinander antreten.

     

    Mentale Stärke und der Glaube an die eigene Stärke – mit diesen wichtigsten Skills schickte Headcoach Brian Wenzel seine Jungs ins Auftaktspiel am Samstag. Auch für ihn ging es drei Jahre nach der erfolgreichen Qualifikation zur JBBL darum, das nächste Team in die oberste Spielklasse ihres Jahresgangs zu führen. Unterstützt durch Eltern, Co-Trainer Felix Jung und den JBBL-Coaches Peter Raizner und Christian Schmidt starteten die Nachwuchsbasketballer von Beginn an konzentriert. Im Spiel gegen das Team aus Speyer galt es in erster Linie, gut ins Qualifikationsturnier zu finden und die vorhandene Nervosität abzuschütteln. Das gelang den Kirchheimern um Kapitän Axel Bezler sehr gut. Sahen die Zuschauer bis zur Mitte des ersten Viertels noch ein ausgeglichenes Spiel (11:10), zündeten die Teckstädter dann den Turbo und ließen bis zum Viertelende keinen Punkt der Domstädter mehr zu. Dank einer konzentrierten Leistung konnte die Führung zur Halbzeit auf 42:27 ausgebaut werden. Wenzel, der auch einen Blick auf das kräftezehrende Turnier hatte, rotierte über den kompletten 12-köpfigen Kader, einer der Schlüssel für den schlussendlichen Erfolg. Mit dem 77:57-Sieg gegen Speyer war der erste Schritt gemacht.

     

    Am Sonntagvormittag stand das Aufeinandertreffen gegen den Gastgeber Tübingen auf den Turnierplan. Das Team gehörte zu den Absteigern der diesjährigen NBBL-Saison und hatte am Vortag überraschend sein Spiel gegen Karlsruhe mit 60:77 verloren. Auch im zweiten Spiel zeigten sich die jungen Ritter hellwach und konnten so die überraschend schwachen Tübinger klar in Schach halten. Dem Halbzeitstand von 46:23 folgt dann ein klarer 79:49-Sieg gegen den Gastgeber und es war klar, dass Karlsruhe und Kirchheim die direkte Qualifikation zur NBBL im direkten Aufeinandertreffen unter sich ausmachen würden.

     

    Auch wenn diese Partie lange Zeit auf Augenhöhe stattfand und von beiden Seiten durch eine intensive Defense gekennzeichnet war, konnten die jungen Ritter im dritten Viertel nochmals einen Gang zulegen und sich einen Vorsprung von 15 Punkten rausarbeiten (63:48). Im letzten Vierteil jedoch kam starke Unruhe auf, als plötzlich die Entscheidungen der Unparteiischen zunehmend in den Mittelpunkt rückten und die Badener bis auf vier Punkte herankamen. So kam es besonders auf das Trainerteam an, die Ruhe ins Team zurück zu bringen. Nach der Schlusssirene und dem 77:73-Sieg kannte dann das Jubeln keine Grenzen, Spieler, Coaches und die Eltern freuten sich über das für Kirchheim durchaus sensationelle Ereignis. Brian Wenzel sparte dann auch nicht mit Lob über die Disziplin und den Willen seiner Jungs, die er seit mehr als drei Jahren begleitet: „Ich bin sehr stolz darauf, solch tolle Spieler betreuen zu dürfen. Die Art und Weise wie wir Teambasketball zelebrieren ist in heutigen Zeiten selten geworden und daher besonders augenfällig.“

     

    Auch David Rösch, sportlicher Verantwortlicher für den Jugendbereich zeigt sich sehr stolz: „Die Coaches und das Team haben eine herausragende und auch historische Saison gespielt. Mit Brian Wenzel haben wir zudem einen charismatischen, erfolgreichen und nicht nur bei den Jugendlichen sehr beliebten Trainer. Auch wenn der heutige Erfolg das Ergebnis einer Teamarbeit ist, so ist er der Vater und das Gesicht des Erfolges.“ Aber die Bedeutung geht über das Sportliche weit hinaus. „Die direkte Qualifikation für die NBBL ist das Ergebnis einer vierjährigen kontinuierlichen guten Jugendarbeit im Basketball“, hebt Bernd Tollkühn hervor, der bislang die SG SEK als Vorsitzender geführt hat und auch weiterhin im Ehrenamt dem erfolgreichen Programm treu bleiben wird. In der kommenden Saison wird das Jugendprogramm nun in eine neue Phase eintreten, die leistungsorientierte Jugendarbeit noch näher an die Profis der Knights herangeführt. „Der heutige Erfolg ist jedoch auch ganz klar der Zusammenarbeit mit den Partnervereine MTV Stuttgart und BVH Esslingen zuzuschreiben“, hebt die Knights Geschäftsführerin Bettina Schmauder hervor, die sich in die Reihe der Gratulanten einreiht. Die Entscheidung, in der kommenden Saison unter dem Namen der Knights aufzuspielen ist auch ein klares Statement zu Kirchheim. „Ab der kommenden Saison soll es für jeden erkennbar sein, wo das neue Zentrum des Basketballleistungssports in der Region ist, und zwar in Kirchheim“, so die Geschäftsführerin, zu deren Herzensprojekt die Jugendarbeit gehört. Und so gehen die Knights gemeinsam mit der Basketballabteilung des VfL Kirchheim weiterhin den erfolgreichen Weg – im Breiten- wie im Leistungssport und eines ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in Zukunft Eigengewächse aus der Region im Kader der Knights geben wird, ist eindeutig gewachsen, denn die ersten der frischgebackenen NBBL-Spieler sind bereits fester Bestandteil des Knights-Trainingskaders.

     

    VfL Kirchheim Knights vs PS Karlsruhe Lions 77:73

    Young Tigers Tübingen vs VfL Kirchheim Knights 47:79

    Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs VfL Kirchheim Knights 57:77

     

     

     

    Foto: Thimo König