Ritter bauen Siegesserie weiter aus

21.11.2021

Am vergangenen Samstagabend konnten sich die Basketballer der Kirchheim Knights in der heimischen Sporthalle Stadtmitte gegen das Spitzenteam aus Trier mit 71:65 durchsetzen. In einer intensiven und kampfbetonten Partie überragt die Defensive insbesondere der zweiten Halbzeit. Durch die beiden Punkte klettern die Teckstädter in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf Platz vier.

Die Vorzeichen des Spiels waren klar. Beide Mannschaften wiesen die gleiche Bilanz auf (6:4) und standen in der Tabelle dicht beieinander. Nur der Sieger würde sich kurzfristig knapp hinter der Tabellenspitze einordnen können. Der Wichtigkeit des Spiels bewusst, gingen beide Mannschaften auch dementsprechend engagiert zu Werke. Erneut starteten die Schwaben angeschlagen in das Spiel. Jonathon Williams musste unter der Woche mit Leistenproblemen pausieren. Ihm waren die Probleme bis zur entscheidenden Schlussphase auch deutlich anzusehen. Andere mussten in die Bresche springen. Und mit „andere“ war dieses Mal das gesamte Team gemeint. Die Defensive mussten es richten. Trier suchte frühzeitig den Weg zu ihren stärksten Waffen, die unter dem Korb zu suchen waren. Topscorer Brody Clarke und Center Radoslav Pekovic gehören in der ProA zum Besten der Besten was die Forwards und Center der Liga zu bieten haben. Ihnen stellten sich Noah Starkey, Till Pape, Luka Kamber und Williams entgegen. Und sie machten dies auf beeindruckende Weise. Kein einfacher Punkt wurde zugelassen und so zeigte sich den Zuschauern in der SHSM von Beginn an ein intensiver Abnutzungskampf. Da auch die Trierer mit dem Messer zwischen den Zähnen ihren Korb verbissen verteidigten, entstand eine wahre Schlacht um jeden einzelnen Zähler. Mit 16:16 ging es folgerichtig in das zweite Viertel. Die Knights starteten schlecht in diesen Abschnitt und Trier erspielte sich eine erste Führung. Point Guard Garai Zeeb zog das eine oder andere Mal zum Kirchheimer Korb und die Verteidigung war nicht immer auf der Höhe. Der 41:33 Halbzeitstand schmeichelte den Hausherren sogar noch ein wenig. Zu viele Punkte zugelassen, befand Knights Coach Pervic und wirkte offensichtlich eindringlich auf seine Jungs ein, den die legten in der zweiten Halbzeit einen Zahn zu. Zwar gingen die ersten beiden Spielminuten erneut nach hinten los (47:33), aber anschließend verwandelten die Knights den eigenen Korb zu einer Festung. Nur noch fünf Punkte wurden in den folgenden acht Spielminuten zugelassen. Die Teckstädter setzten nun an, das Spiel zu drehen. Punkt für Punkt schmolz der Vorsprung der Gladiators dahin. Zur Viertelpause lagen die Knights nur noch mit zwei Punkten hinten (52:50). Und der Kirchheimer Fuß blieb auf dem Gaspedal. Immer wieder eroberten die Gastgeber in der Verteidigung den Ball und setzten zu einem Angriff an. Zwar gelang offensiv weiterhin nicht allzu viel, doch der Wille und Einsatz veränderte das Spielgeschehen deutlich und bereitete die spannende Schlussphase vor. Und hier wandten sich die Knights an ihren Routinier. Jonathon Williams wurde in den letzten Minuten eingewechselt und sofort gesucht. Mit unwiderstehlichen Drives zum Korb und dem einen oder anderen verwandelten Dreier läutete er die Crunch Time ein. Alleine acht der letzten zehn Kirchheimer Punkte gingen auf sein Konto. Es war Rohndell Goodwin per Korbleger überlassen, den Vorsprung auf 71:65 zu erhöhen bei noch wenigen Sekunden zu spielen. Die Partie war entschieden und die Hausherren feierten den vierten Sieg in Serie. „Das war ein sehr großer Erfolg für uns. Trier spielt extrem physisch. Wir haben dagegengehalten und uns den Sieg erkämpft. Das sagt viel über unsere Mannschaft aus. Am Ende hat Jon nochmal alles aus sich herausgeholt. Das ist Einstellung pur,“ so Perovic nach Spielende. Neben Williams (12) erzielten Goodwin (11), Besnik Bekteshi (10), Till Pape (15) und Noah Starkey (12) zweistellige Punktewerte. Ein Sonderlob gab es für Starkey, der gegen die Center der Trierer einen herausragenden Job machte, und Luka Kamber, der auf unterschiedlichen Positionen ebenfalls defensiv herausragte. Die Knights erhalten nun ein paar Tage Pause. Da am kommenden Wochenende die Ritter kein Spiel absolvieren müssen und einige Akteure mit Blessuren zu kämpfen haben, gab Perovic seinen Jungs die nächsten Tage frei. Am 4.12. wartet die Auswärtsfahrt nach Paderborn auf die Mannen rund um Kapitän Pape.  

Es spielten: Kamber (0 Punkte), Fischer (n.e.), Strickland (0), Koch (2), Nicklaus (0), Pape (15, 6 Rebounds), Goodwin (11), Williams (12), Starkey (12, 6 RB), Miksic (9, 6 Assists), Bekteshi (10)

 

Foto: Tanja Spindler


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    Ritter bauen Siegesserie weiter aus

    21.11.2021

    Am vergangenen Samstagabend konnten sich die Basketballer der Kirchheim Knights in der heimischen Sporthalle Stadtmitte gegen das Spitzenteam aus Trier mit 71:65 durchsetzen. In einer intensiven und kampfbetonten Partie überragt die Defensive insbesondere der zweiten Halbzeit. Durch die beiden Punkte klettern die Teckstädter in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf Platz vier.

    Die Vorzeichen des Spiels waren klar. Beide Mannschaften wiesen die gleiche Bilanz auf (6:4) und standen in der Tabelle dicht beieinander. Nur der Sieger würde sich kurzfristig knapp hinter der Tabellenspitze einordnen können. Der Wichtigkeit des Spiels bewusst, gingen beide Mannschaften auch dementsprechend engagiert zu Werke. Erneut starteten die Schwaben angeschlagen in das Spiel. Jonathon Williams musste unter der Woche mit Leistenproblemen pausieren. Ihm waren die Probleme bis zur entscheidenden Schlussphase auch deutlich anzusehen. Andere mussten in die Bresche springen. Und mit „andere“ war dieses Mal das gesamte Team gemeint. Die Defensive mussten es richten. Trier suchte frühzeitig den Weg zu ihren stärksten Waffen, die unter dem Korb zu suchen waren. Topscorer Brody Clarke und Center Radoslav Pekovic gehören in der ProA zum Besten der Besten was die Forwards und Center der Liga zu bieten haben. Ihnen stellten sich Noah Starkey, Till Pape, Luka Kamber und Williams entgegen. Und sie machten dies auf beeindruckende Weise. Kein einfacher Punkt wurde zugelassen und so zeigte sich den Zuschauern in der SHSM von Beginn an ein intensiver Abnutzungskampf. Da auch die Trierer mit dem Messer zwischen den Zähnen ihren Korb verbissen verteidigten, entstand eine wahre Schlacht um jeden einzelnen Zähler. Mit 16:16 ging es folgerichtig in das zweite Viertel. Die Knights starteten schlecht in diesen Abschnitt und Trier erspielte sich eine erste Führung. Point Guard Garai Zeeb zog das eine oder andere Mal zum Kirchheimer Korb und die Verteidigung war nicht immer auf der Höhe. Der 41:33 Halbzeitstand schmeichelte den Hausherren sogar noch ein wenig. Zu viele Punkte zugelassen, befand Knights Coach Pervic und wirkte offensichtlich eindringlich auf seine Jungs ein, den die legten in der zweiten Halbzeit einen Zahn zu. Zwar gingen die ersten beiden Spielminuten erneut nach hinten los (47:33), aber anschließend verwandelten die Knights den eigenen Korb zu einer Festung. Nur noch fünf Punkte wurden in den folgenden acht Spielminuten zugelassen. Die Teckstädter setzten nun an, das Spiel zu drehen. Punkt für Punkt schmolz der Vorsprung der Gladiators dahin. Zur Viertelpause lagen die Knights nur noch mit zwei Punkten hinten (52:50). Und der Kirchheimer Fuß blieb auf dem Gaspedal. Immer wieder eroberten die Gastgeber in der Verteidigung den Ball und setzten zu einem Angriff an. Zwar gelang offensiv weiterhin nicht allzu viel, doch der Wille und Einsatz veränderte das Spielgeschehen deutlich und bereitete die spannende Schlussphase vor. Und hier wandten sich die Knights an ihren Routinier. Jonathon Williams wurde in den letzten Minuten eingewechselt und sofort gesucht. Mit unwiderstehlichen Drives zum Korb und dem einen oder anderen verwandelten Dreier läutete er die Crunch Time ein. Alleine acht der letzten zehn Kirchheimer Punkte gingen auf sein Konto. Es war Rohndell Goodwin per Korbleger überlassen, den Vorsprung auf 71:65 zu erhöhen bei noch wenigen Sekunden zu spielen. Die Partie war entschieden und die Hausherren feierten den vierten Sieg in Serie. „Das war ein sehr großer Erfolg für uns. Trier spielt extrem physisch. Wir haben dagegengehalten und uns den Sieg erkämpft. Das sagt viel über unsere Mannschaft aus. Am Ende hat Jon nochmal alles aus sich herausgeholt. Das ist Einstellung pur,“ so Perovic nach Spielende. Neben Williams (12) erzielten Goodwin (11), Besnik Bekteshi (10), Till Pape (15) und Noah Starkey (12) zweistellige Punktewerte. Ein Sonderlob gab es für Starkey, der gegen die Center der Trierer einen herausragenden Job machte, und Luka Kamber, der auf unterschiedlichen Positionen ebenfalls defensiv herausragte. Die Knights erhalten nun ein paar Tage Pause. Da am kommenden Wochenende die Ritter kein Spiel absolvieren müssen und einige Akteure mit Blessuren zu kämpfen haben, gab Perovic seinen Jungs die nächsten Tage frei. Am 4.12. wartet die Auswärtsfahrt nach Paderborn auf die Mannen rund um Kapitän Pape.  

    Es spielten: Kamber (0 Punkte), Fischer (n.e.), Strickland (0), Koch (2), Nicklaus (0), Pape (15, 6 Rebounds), Goodwin (11), Williams (12), Starkey (12, 6 RB), Miksic (9, 6 Assists), Bekteshi (10)

     

    Foto: Tanja Spindler