Tanner Graham (Dresden Titans, #12) Michael John Flowers (Bozic Estriche Knights Kirchheim, #06)Grayson Murphy (Dresden Titans, #02) Georg Voigtmann (Dresden Titans, #13) Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. Dresden Titans, Basketball, 2. Bundesliga, BARMER 2. Basketball Bundesliga, Spielzeit 2023/2024, 6. Spieltag, 29.10.2023 Foto: Eibner-Pressefoto/Nina Sander

Achterbahnfahrt für Kirchheimer Ritter

Am vergangenen Wochenende ging es hoch her in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte. Zwei Spiele der BARMER 2. Basketball Bundesliga standen an und die Bozic Knights hatten es mit den Giants aus Düsseldorf, sowie den Titans aus Dresden zu tun. Während die Ritter sich am Freitagabend relativ souverän durchsetzen konnten, gab es am Sonntag eine Niederlage. In der Tabelle bleiben die Schwaben weiterhin in den Playoff Rängen.

Der erste Doppelspieltag einer Saison ist für die Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga die erste kleinere Standortbestimmung. Während in der Vergangenheit nach schwachem Saisonstart häufig diese beiden Spiele für Kirchheims Basketballer die Wende bedeuteten, so waren dieses Mal die Vorzeichen deutlich besser. Mit einer Bilanz von drei Siegen bei einer Niederlage waren die Mannen von Head Coach Perovic gut in die Saison gestartet und gingen dementsprechend selbstbewusst ins Spiel gegen die Düsseldorf Giants. Die Gäste mussten auf Topscorer Marquill Smith verzichten, was man dem Offensivspiel der Gäste auch anmerkte. Viele Einzelaktionen prägten das Düsseldorfer Spiel, worauf sich die Defensive der Teckstädter schnell einstellte und die Giants bis zur Halbzeit bei 24 Punkten hielt. Die Bozic Knights verlegten ihr Spiel auf die Zone. Dort dominierten Nick Muszynski und Antonio Dorn. Während aus der Distanz gar nichts fallen wollte, sammelten die Hausherren innerhalb der Zone fleißig Punkte und lagen nach den ersten 20 Minuten verdient mit 41:24 in Front. Zwar erwischten die Düsseldorfer den besseren Start in die zweite Halbzeit, doch die Teckstädter fanden die passende Antwort und hielten die Führung konstant. Es entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie in der beide Mannschaften gute Phasen hatten. Beim Stand von 74:52 knapp sechs Minuten vor Spielende schien die Messe gelesen. Die Kirchheimer schalteten einen Gang zurück und prompt konterten die Giants, die sich zu keinem Zeitpunkt hängen ließen. Punkt für Punkt kämpfte sich der Gast zurück ins Spiel und der Vorsprung schmolz auf acht Zähler. Zwei Dreier durch Mike Miller und Demetrius Ward in den Schlussminuten sorgten dann letztlich für Klarheit und den verdienten Kirchheimer Erfolg. Bereits am darauffolgenden Sonntag reisten die Titans aus Dresden in die Teckstadt. Die Gäste galten bereits vor der Saison als Geheimtipp und sehr starkes Team. Der Kern der Titans Mannschaft ist bereits seit drei Jahren zusammen. Dementsprechend flüssig und abgestimmt ist das Spiel der Dresdener. Die Ritter waren also gewarnt und gingen dementsprechend engagiert zu Werke. Knights Coach Perovic überraschte zum Auftakt und brachte mit Muszynski und Dorn beide Center gleichzeitig. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Die Gastgeber dominierten die Zone in den Anfangsminuten. Vor allem defensiv ließen die Kirchheimer kaum etwas zu. Nach den ersten zehn Minuten hatten die Titans erst 16 Punkte erzielt, jedoch die Ritter auch nur 19. Auch im zweiten Abschnitt blieb es ein intensiver Abnutzungskampf. Die Knights hatten mit den Foulproblemen ihrer beiden US Guard Miller und Mike Flowers zu kämpfen, doch die Bankspieler Ward und Aleksa Bulajic übernahmen in dieser Phase viel Verantwortung und hielten sehr gut dagegen. In die Pause ging es beim Stand von 43:39. Wie bereits gegen Düsseldorf erwischten auch die Titans den besseren Start in Halbzeit zwei. Die Führung war bereits in der ersten Minute dahin und Dresden ging in Führung. Perovic rief seine Mannen zur frühen Auszeit und diese zeigte Wirkung. Die Kirchheimer besannen sich ihrer Stärken und beruhigten das Spiel. Beide Mannschaften kämpften nun um jeden Ball. Eine zerfahrene Partie, die durch viele Pfiffe des Schiedsrichtergespanns häufig unterbrochen wurde, entwickelte sich und keine der beiden Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Das Schlussviertel musste die Entscheidung bringen und hier holten die Titans zum ersten Schlag aus. Die bis dato eng verteidigten Würfe fielen nun allesamt. Traumwandlerisch sicher lief der Ball in Dresdens Offensive und obwohl die Schwaben solide verteidigten, saß bei Dresden nun nahezu jeder Wurf. Shootig Guard Koen Sapwell übernahm nun Verantwortung und netzte ein ums andere Mal von Downtown ein. Die Knights konnten nicht mehr gegenhalten und sahen sich plötzlich mit einem großen Rückstand konfrontiert, der nun nicht mehr aufzuholen war. Am Ende stand eine 91:78 Niederlage zu Buche. „Wir haben am Freitag 34 Minuten sehr gut und konzentriert agiert. Das wir das Spiel nicht früher beenden konnten, um für mehr Regeneration zu sorgen, hat sich am Sonntag dann leider ein wenig gerächt. Auch gegen Dresden haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, aber uns in der zweiten Halbzeit den Schneid abkaufen lassen. Dresden ist eine außergewöhnliche Mannschaft, dennoch wäre mit einer besseren Leistung unsererseits mehr drin gewesen,“ so Knights Sportchef Chris Schmidt. Das schwere Auftaktprogramm der Ritter setzt sich am kommenden Wochenende fort. Dann geht es für Flowers und Co. zum Spitzenduell nach Hagen. Die Hagener stehen mit einer Bilanz von fünf Siegen bei einer Niederlage auf Platz zwei der Tabelle.

Foto: Nina Sander Kirchheim Knights

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